Carl Franz Bally (1821 – 99)

Carl Franz Bally war im 19. Jahrhundert einer von Europas führenden Schuhherstellern. Er etablierte einen Markenamen, der mehr als ein Jahrhundert nach seinem Tod immer noch eine bedeutende Rolle spielt. Geboren wurde er in Schönenwerd im Kanton Solothurn in der Schweiz, wo sein Großvater Franz Ulrich Bohli (1748-1810), der aus dem habsburgischen Vorarlberg eingewandert war, eine Seidenband-Fabrik gegründet hatte.

Carl Bally trat dem Familienunternehmen im Alter von 17 Jahren bei, hielt sich aber viel auf Reisen auf, um Geschäftserfahrungen zu sammeln. Ein Aufenthalt in Paris regte ihn dazu an, eine Schuhfabrikation zu eröffnen und nach seiner Rückkehr nach Schönenwerd 1851 setzte er die Idee in die Tat um. Er hatte Erfolg und gründete Verkaufsabteilungen in Paris (1870), Genf, London, Argentinien und Uruguay. 1860 hatte das Unternehmen 500 Mitarbeiter, 1900 waren es schon 3200, die zwei  Millionen Paar Schuhe pro Jahr herstellten. Die Firma hatte eine philanthropische Seite und sorgte für soziale Einrichtungen für ihre Mitarbeiter und Schulen für deren Kinder.

Nach Ballys Tod wurde sie von den folgenden Generationen der Familie weitergeführt. An die Firmengeschichte und viele Aspekte aus der Geschichte der Fußbekleidung erinnert ein Museum in Schönenwerd.

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