Wassermuseum

Der 58 Kilometer lange Aquädukt von Aguas Livres (freies Wasser), gebaut in den Jahren 1729 bis 1748, versorgte Lissabon mit Trinkwasser und ist eine der größten europäischen Ingenieurleistungen des 18. Jahrhunderts. Er besteht aus 109 steinernen Bögen, deren größte eine Spanweite von 29 Metern erreichen und in einer Höhe von 65 Metern das Alcantara-Tal überqueren. 1967 machten andere Wasserquellen das historische Versorgungssystem weitgehend überflüssig.

Die Geschichte des Aquädukts und der Wasserversorgung Lissabons ist Gegenstand des Wassermuseums, dessen Sammlung an einschlägigen Objekten und Dokumenten bis in das Jahr 1919 zurückgeht und das 1987 eröffnet wurde. Als Hauptsitz des Museums dient das ehemalige Pumpwerk Barbadinhos, das 1880 entstand, über vier Dampfmaschinen verfügt und eine Ausstellung im ehemaligen Kesselraum zeigt. Teil des Museums ist überdies ein Speichergewölbe, die Praca das Amoreiras, 1746 fertig gestellt nach den Entwürfen des Ungarn Carlos Mardel. Hier wurde das Wasser aus dem Aquädukt zur weiteren Verteilung gesammelt. Heute ist die Halle Schauplatz kultureller Veranstaltungen.

Dritter Museumsstandort ist das Reservatorio da Patriacal unter den Gärten des Principe Real, das 1856-64 nach französischen Bauplänen entstand. Die Ernennung Lissabons zur Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 1994-95 bescherte dem Bauwerk eine umfangreiche Restaurierung. Seither wird es für Kunstausstellungen genutzt. Das Museum bietet geführte Touren zu dem Aquädukt an.

Wassermuseum
Museu da Água
Rua do Alviela 12
1070-912 Lissabon
Portugal
+351 (0) 218 - 13522
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