Industriesalon Schöneweide

Das Industriequartier Schöneweide ist eng mit Emil Rathenau verbunden: Für die von ihm gegründete Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) erwarb er 1896 ein 92.000 qm großes Gelände an der Spree und legte damit den Grundstein für einen der wichtigsten Industriestandorte der damaligen Zeit. 1897 gingen hier das erste Drehstrom- Kraftwerk Deutschlands und das damals modernste Kabelwerk Europas (KWO) in Betrieb. Aus der "schönen Weyde" wurde das "Chicago an der Spree". Die voll elektrifizierten Betriebsanlagen galten als Attraktion, zu deren Besichtigung viele Besucher eigens anreisten. Produziert wurde fast alles, was Strom fließen ließ, bis hin zu Automobilen. Die historische Struktur der komplexen Fabrikanlage mit ihrer großen Fertigungsbreite ist bis heute an den erhaltenen Gebäuden ablesbar. In der DDR gehörte Schöneweide zu den größten industriellen Ballungszentren. Bis zur Wende arbeiteten hier 25.000 Menschen.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands scheiterten mehrere Anläufe, die industrielle Substanz Schöneweides zu erhalten. Von einst 25.000 Arbeitsplätzen in der verarbeitenden Industrie sind 2012 knapp 2.000 übriggeblieben. Mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft zog neues Leben in das historische Kabelwerk.

Der Verein Industriesalon Schöneweide betreibt das Besucherzentrum, erforscht die Geschichte der großen Werke, vermittelt die lokale Industriekultur in neuen Perspektiven und organisiert spannende Führungen durch diesen Standort im Umbruch.

Industriesalon Schöneweide
Besucherzentrum für Industriekultur
Reinbeckstraße 9
12459 Berlin
Deutschland
+49 (0) 30 - 53007042
Homepage

Empfohlene Aufenthaltsdauer: 3 Stunden
Dauer einer geführten Tour: 90 Minuten
Eintritt: frei
Barrierefreier Zugang: vollständig
Angebote für Kinder:
Gastronomie:
Museumsshop: ja

Mittwoch, Freitag - Sonntag 14.00-18.00 Uhr

  • Führungen möglich
  • Fremdsprachliche Führungen
  • Führungen für Kinder