Martin Triewald (1691 – 1747)

Mårten Triewald war Kaufmann, Ingenieur und Amateur-Arzt. Er trug viel dazu bei, dass im frühen 18. Jahrhundert in Schweden neue Techniken eingeführt wurde. Triewald war Sohn eines Ankerschmieds, der aus Deutschland nach Schweden eingewandert war. In jungen Jahren ging er nach London und hörte Vorlesungen bei John Theophilus Desaguliers (1683-1744), der Sir Isaac Newton (1643-1727) bei seinen Experimenten assitiert hatte und für seine 20 Sitzungen umfassenden Kurse über Newtons „Experimentelle Philosophie“ (d.i. Physik) berühmt war. Während er sich in der Umgebung von Newcastle-uopn-Tyne aufhielt, sammelte Triewald Erfahrungen im Kohlenbergbau und beim Einsatz von Dampfmaschinen für die Wasserhaltung.

1726 kehrte er nach Schweden zurück und installierte im folgenden Jahr die erste Dampfmaschine des Landes in der berühmten Eisenerzmine von Dannemora. Das Projekt schlug fehl, aber das Maschinenhaus steht bis heute. Es bildet das Zentrum für Besuche im Bergwerk und dem nahegelegenen Ort Österbybruk.

In Schweden begann Triewald Vorlesungen zu halten, wie er sie bei Desaguliers kennengelernt hatte. 1729 wurde er in die Kungliga Vetenskaps-Societeen I Uppsala (Königliche Gesellschaft für die Wissenschaften in Uppsala) gewählt und war 1729 einer der sechs Gründer der Kungliga Vetenskapsakademien (Königlichen Wissenschftsakademie). Er wurde auch in die Royal Society in London gewählt. Seine Villa „Malmgård“ steht heute noch im Stockholmer Stadtteil Kungsholmen.

Diese Webseite nutzt Cookies