Alexander Keiller (1804 – 74)

Alexander Keiller wurde in Dundee in Schottland in die Familie geboren, die erfolgreich die Keiller-Marmelade vermarktete, aber er hatte in einem anderen Land auf einem ganz andern Feld Erfolg. Mit 21 zog er nach Göteborg, wo seine Familie Beziehungen im Holzhandel hatte und 1828-29 baute er dort eine Spinnerei für Flachs und Hanf, Produkte, die in seiner Heimat Dundee gut etabliert waren. Nach einem Jahr beschäftigte er 71 Arbeiter. Er meldete Patente auf Maschinen zur Vorbereitung der Flachs- und Hanffasern an und blieb bis 1839 im Textilgeschäft aktiv.

1832 gründete er eine Partnerschaft mit Willam Gibson (1787-1857), dem Sohn eines Segelmachers aus Arbroath, der sich 1797 in Göteborg niedergelassen hatte und während der Napoleonischen Kriege im Holzhandel reich geworden war. Sie investierten in ein Grundstück um Jonsered Manor, das heute zur örtlichen Universität gehört, und gründeten „Jonsered Fabrikken“, ein Unternehmen für Textilproduktion und Maschinenbau. Keiller lebte dort bis 1839, die Gibson-Familie blieb für mehr als hundert Jahre. Die Maschinenbau-Firma stellte Dampfmaschinen, Turbinen und Ausrüstung für die Eisenbahn her. Da Göteborg Schwedens Tor nach Westeuropa war, verdiente Keiller sowohl an seinen Produktionsfirmen als auch am Holzhandel. 1847 baute sein Unternehmen das erste Schiff und in der Folge engagierte er sich bei „Götaverken“, der wichtigsten Werft der Stadt, die auch weiter expandierte, nachdem er 1868 in Ruhestand gegangen war – vor allem wegen seiner Söhne Alexander (1832-1918) und James Keiller (1836-1918).

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