Friedrich Anton von Heynitz (1725 – 1802)

Friedrich Anton von Heynitz wurde zu seinen Lebzeiten als größter Experte Deutschlands im Bereich Bergbau, Hüttentechnik, Salinentechnik  und Münzprägung betrachtet. Sein Neffe war Friedrich Wilhelm Graf von Reden (1752–1815). Von Heynitz wurde im sächsischen Meißen geboren und studierte im Freistaat Sachsen in den Städten Dresden und Freiberg. Ab 1747 arbeitete er bei der Bergverwaltung in Braunschweig, die die Erzbergwerke im Harz leitete. 1764 kehrte er als Generalbergkommissar des sächsischen Bergwesens nach Sachsen zurück und wurde ein Jahr später einer der Mitbegründer der Bergakademie Freiberg. Er übernahm 1776 eine umfangreiche Reise durch England, wo er Bristol, Bath, Birmingham, Manchester, Sheffield und Chester besuchte. 1777 zog er nach Preußen und beschäftigte sich mit den industriellen Entwicklungen in Oberschlesien, das damals Teil Preußens war. Er richtete eine Watt‘sche Dampfmaschine ein, die Wasser aus dem Silberbergwerk in Tarnowitz pumpte. 1786 wurde er akademischer Kurator der Berliner Kunstakademie, versah diese 1790 mit einer neuen Verfassung und beschäftigte sich mit der Entwicklung der wissenschaftlichen Ausbildung in Naturwissenschaften, Technologie und der industriellen Entwicklung im Institut sowie in den Künsten.

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