„Vernetzen“ – das Motto der 19. „Tage der Industriekultur Rhein-Main“

Was hat Industriekultur mit dem eigenen Alltag zu tun? Sehr viel, wie die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ zeigen. Vom 21. bis 29. August stellen sie Verkehrsbauten und Versorgungssysteme aller Art in den Mittelpunkt – vom Straßenbahndepot bis zum Radschnellweg und vom Kommunikationsnetz bis zur Kläranlage als Viren-Frühwarnsystem. Insgesamt 120 Programmpunkte bieten spannende Erlebnisse für alle Altersstufen rund um die Industriekultur.

Dabei geht es um ganz konkrete Einrichtungen und Schauplätze, die die Region und ihre Menschen nachhaltig geprägt haben und dies bis heute tun. Da ist zum Beispiel das Wasser als wichtiges Verkehrsmittel. 34 Staustufen, davon 33 mit Wasserkraftwerken, ermöglichen die Schifffahrt auf der Bundeswasserstraße Main. Führungen durch die Leitzentrale an der Staustufe Kostheim veranschaulichen die Vernetzung der Region vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer.

Industriekultur als regionale Identität versinnbildlicht „Das Opel-Altwerk – der ‚Kopf‘ eines Industrie-Ensembles von Weltrang“. Eine filmische Dokumentation zeichnet den Weg dieses außergewöhnlichen Industriestandorts nach, dessen markante Bauten und rotierende Fließbänder tief in der DNA der Stadt Rüsselsheim verwurzelt sind. Eine ganz andere Tradition ruft das Museum im RadWerk in Klein-Auheim mit seiner Ausstellung „Rennräder von Technobull“ in Erinnerung.

Hohe Priorität in der Rhein-Main-Region genießt auch das Thema Luftfahrt. Hier entsteht 1908 der älteste Flugplatz Deutschlands, ein Jahr später gefolgt von der ersten internationalen Luftfahrtausstellung. Weitere prominente Beispiele sind das Zeppelin-Museum in Neu-Isenburg oder der Flughafen Frankfurt. Ein künstlerisches Highlight der Industriekulturtage setzt ein Projekt, in dessen Rahmen verschiedene Künstler das industrielle Erbe an zehn Schauplätzen in „KlangKunst“ übersetzen.

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