Industrial Culture 2.25: Exklusive Zweitausgabe für ERIH-Mitglieder

Nordeuropa im Fokus: Die neue englischsprachige Ausgabe von Industrial Culture befasst sich mit dem industriellen Erbe in Skandinavien und der Arktis. Sie spiegelt damit Impulse der XIX. TICCIH-Konferenz in Kiruna, auf der das industrielle Erbe in seiner Rolle als aktive Kraft für Zukunftsfragen im Mittelpunkt stand – exemplarisch sichtbar am Beispiel der Verlagerung großer Teile einer Bergbaustadt.

Ein zentraler Beitrag der Ausgabe widmet sich Finnland, wo ERIH sein Netzwerkzuletzt erheblich erweitert hat. Unter der Überschrift „Experiencing industrial heritage in Finland“ stellt ERIH-Vorstandsmitglied Isabella Alfken die finnische Industriekulturroute vor, die seit ihrer Gründung im Jahr 2021 auf über 30 Stätten angewachsen ist. Von frühen Eisenhütten und Textilzentren bis hin zu modernen Museen zeichnet die Route die Industrialisierung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart nach. Was Finnland auszeichnet, ist die enge Einbindung der Industriestandorte in Wald-, Fluss- und Seenlandschaften. Dank adaptiver Umnutzung, geringer Besucherdichte und innovativer pädagogischer Ansätze bietet das industrielle Erbe oft unerwartet malerische Eindrücke und eine ruhige, authentische Atmosphäre.

Abgesehen davon beleuchtet Industrial Culture 2.25 auch das industrielle Erbe anderer nordeuropäischer Länder. So entwickelte sich die Industrialisierung Dänemarks aus der engen Verflechtung von Landwirtschaft, Infrastruktur und Produktion, während Norwegens Erbe weit über Öl und Gas hinausreicht und neben Bergbau und Wasserkraft auch Industrielandschaften umfasst, die mittlerweile Teil des Weltkulturerbes sind. Schwedens lange Tradition im Bergbau und in der Eisenproduktion untermauert seine internationale Bedeutung, während Grönland eine selten beobachtete arktische Perspektive bietet, die von Rohstoffgewinnung, kolonialen Verflechtungen und verlassenen Bergbausiedlungen geprägt ist.

Der besondere Stellenwert des E-Papers äußert sich darin, dass ERIH-Präsident Dr. Walter Hauser sowie die Vorstandsmitglieder Prof. Massimo Preite und Łucja Zawadzka Teil des Redaktionsteams sind. Auch diese zweite digitale Ausgabe ist exklusiv ERIH-Mitgliedern vorbehalten. Sie darf auf privater Ebene innerhalb des Netzwerks geteilt werden, jedoch nicht auf öffentlichen Internet-Plattformen.