DRU Industrial Park

In Ulft, am Fluss Oude IJssel gelegen, stand einst die „eiserne Hütte“ der DRU. Fast 2,5 Jahrhunderte lang wurden Eisenprodukte wie Herde, Pfannen und Badewannen für Millionen von Kunden weltweit hergestellt. Diese ruhmreiche Vergangenheit hat ein beeindruckendes Erbe hinterlassen: ein Ensemble aus sieben Industriedenkmälern.

Heute ist der DRU Industriepark ein inspirierender Nährboden für Kultur und Innovation. Ein Ort, an dem sich Menschen treffen, Inspiration finden, die Möglichkeiten neuer Technologien erkunden und Kunst und Kultur genießen. Zum Beispiel beim Innovationszentrum CIVON. CIVON lädt Besucher ein, Schlüsselfiguren eines interaktiven Museumserlebnisses zu werden. In acht Ausstellungseinheiten durchlaufen sie alle Fertigungsstadien der Eisenindustrie – von der Idee bis zum verkaufsfähigen Produkt. Dabei geht der Blick zurück in die Zeit, als der Industriepark noch der Mittelpunkt der örtlichen Eisenproduktion war. Aber auch moderne Verfahrenstechniken und Anwendungsbeispiele kommen zur Geltung. Mann bieten auch diverse Workshops. Löten, schmieden, Keramik brennen oder einen 3D-Printer bedienen Willkommen im Industriepark DRU. Erleben Sie unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft.

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DRU Industrial Park
CIVON Innovatiecentrum
Hutteweg 24
7071 BV Ulft
Gelderland
Niederlande
+31 (0) 315 - 200150
Homepage

Geschichte

Das Gebiet um den Fluss Oude IJssel gilt als Wiege der niederländischen Gusseisenindustrie. Bereits im 17. Jahrhundert verarbeiteten hier kleine wassergetriebene Hochöfen das vor Ort gewonnene Eisenerz. Der Aufschwung in Ulft begann mit dem Engagement der Unternehmer Bernard Diepenbrock und seiner Cousins Theodor und Bernard Reigers. 1811 erwarben sie die Ulfter Eisengießerei, die sie zuvor bereits als Pächter geführt hatten, und verliehen ihr den bis heute gebräuchlichen Namen Diepenbrock und Reigers Ulft (DRU). Im 18. Jahrhundert produzierte die Fabrik vor allem Herdplatten, Kanonenkugeln, Töpfe und schlichte Öfen. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts erweiterte sich das Sortiment unter anderem um Badewannen, Emaillewaren, Bleche, Maschinenteile, Autoteile und Gasherde. Der Werkskomplex wuchs derart, dass um 1900 sogar die Oude IJssel weichen musste – ihr Flussbett wurde für den Bau einer neuen Fabrik verlegt. Mitte der 1960er Jahre beschäftigte DRU rund 1500 Menschen. Erst 1999 gab die Firma den Standort auf und beendete damit zweieinhalb Jahrhunderte Industriegeschichte.

Der heutige Industriepark ist ein gelungenes Beispiel für die Umwidmung von industriellem Kulturerbe in den Niederlanden. Fast alle Gebäude werden heute wieder genutzt, darunter Das Torhaus mit Theatersaal, Bibliothek, Gastronomie und einem Konzertsaal sowie eine Veranstaltungshalle, die regelmäßig Messen, Märkte, Ausstellungen, Kongresse und Freizeit-Events beherbergt. Das Besucherinformationszentrum befindet sich im ehemaligen Kesselhaus. Hier befindet sich auch das touristische Inspirationszentrum. Touristen können sich von all den besonderen Orten und Aktivitäten inspirieren lassen, die die Region zu bieten hat. In dem Fabrikteil, der früher dem Entgraten von Werkstücken diente, bündelt das Innovationscenter CIVON Angebote von Bildungseinrichtungen, Künstlern und dem niederländischen Eisenmuseum. Zugleich versteht sich CIVON als Schaufenster der modernen Eisenindustrie. Ein Ausdruck dieser Symbiose aus Technik, Kultur und Kunst sind die über das ganze Freigelände verteilten Skulpturen. Eine Brücke verbindet den Industriepark mit den Grünanlagen am gegenüberliegenden Ufer der Oude IJssel, die ihrerseits den Rahmen für landesweit bekannte Musik-Festivals bilden.

Empfohlene Aufenthaltsdauer:2 Stunden
Eintritt:kostenpflichtig
Barrierefreier Zugang:vollständig
Gastronomie:
Museumsshop:ja

CIVON Innovation Centre
Montag, Freitag 10.00-17.00 Uhr

 

Touristeninformation
Montag - Sonntag 11.00-16.00 Uhr

DRU Industriepark
Montag - Freitag 09.00-12.00 Uhr
Samstag 10.00-12.00 Uhr
Sonntag 10.00-22.00 Uhr

  • Fremdsprachliche Führungen