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ERIH NEWSLETTER NOVEMBER 2020

Herzlich willkommen zum ERIH-Newsletter im November. Wichtigstes Thema: die ERIH-Jahreskonferenz im LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg in Oberhausen, diesmal unter der Überschrift "Damit die Räder weiterlaufen – Das industrielle Erbe für den Generationenwechsel fit machen". Erstmalig haben wir die Konferenz als Hybridformat durchgeführt. 36 Teilnehmende vor Ort und 45 Online-Gäste verfolgten ein spannendes Programm aus anregenden Vorträgen und engagierten Diskussionen in den Workshops am Nachmittag. Kleiner Wehrmutstropfen: Der persönliche Austausch in den Pausen und am Abend kam für viele etwas kurz. Aber es war schön, alle (zumindest online) wiederzusehen. Dieser Newsletter fasst die wichtigsten Punkte zusammen – auch und gerade für diejenigen, die nicht dabei sein konnten.

Die Themen des Newsletters im Überblick:

  • Jahreskonferenz 2020: Die Mitgliederversammlung
  • Jahreskonferenz 2020: Die Konferenzvorträge
  • Jahreskonferenz 2020: Die Workshops und ihre Ergebnisse
  • ERIH Überblick: Was sonst noch wichtig ist

Jahreskonferenz 2020: Die Mitgliederversammlung

Auch die ERIH-Mitgliederversammlung fand erstmals im Hybridformat statt. Sie nahm den Bericht des Vorstands für das zurückliegende Jahr sowie die Finanz- und Auditberichte ohne Änderungen an, entlastete den Vorstand, verabschiedetete das Budget für das kommende Jahr und beschloss als Änderung der Vereinssatzung, dass Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen künftig bei Bedarf auch online abgehalten werden können.

Jahreskonferenz 2020: Die Konferenzvorträge

Nach einer Begrüßung durch Gastgeber Dr. Walter Hauser (DE) und ERIH-Präsident Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig (DE) würdigte TICCIH-Präsident Dr. Miles Oglethorpe (UK) in einer Grußadresse das kürzlich zwischen ERIH und TICCIH geschlossene Memorandum of Understanding (MoU). Diese Absichtserklärung ist wegen der vielfältigen Überschneidungen von Aufgaben und Zielen beider Organisationen schon lange im Gespräch und besiegelt den Willen zu einer verstärkten Zusammenarbeit

Die Keynote hielt Jaap Nieweg (NL), Präsident der Europäischen Föderation der Museums- und Touristikbahnen FEDECRAIL. Er berichtete unter anderem von einem technischen Lehrbuch über dampfgetriebene Motoren, das ein ehemaliger niederländischer Marinechef verfasst hat und das Ehrenamtliche bis heute als Handreichung für die Restaurierung und Wartung von Dampfmaschinen benutzen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich die Räder weiterdrehen, sieht Nieweg in der erfolgreichen Anpassung der Industriekultur an die Umweltauflagen des europäischen Green Deal. Das berührt etwa die Frage nach fossilen Energiequellen als Teil des authentischen industriellen Erbes, die er am Beispiel der Kohle durchspielte: Welche Zechen lassen wir für die Nachwelt bestehen? Wie sichern wir das Wissen der Bergleute? Welche Standorte sind interessant genug, um sie als Schaubergwerk weiter zu betreiben? Darf Kohle in diesem Kontext weiter gefördert werden und braucht es Sondergenehmigungen, um sie trotz „zero carbon“ zum Beispiel für den Betrieb von historischen Dampfloks einzusetzen?

Thorsten Dette (DE) vom Wuppertaler Stadtarchiv stellte das nächste Praxisbeispiel vor: das EU-Projekt „Virtual Reality Archive Learning (ViRAL)“. Es vereint sechs Museen, Archive und Bildungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich, Großbritannien, Kroatien, Portugal und Schweden, die gemeinsam an einem länderübergreifenden Industriegeschichte-Programm für die Erwachsenenbildung arbeiten. Das Ziel: Menschen, die sich weiterbilden möchten, können sich dann mithilfe von kostenlosen E-Learning-Tools – Virtuelle Realität (VR), Augmented Reality (AR), 360°-Videos – in industriehistorisch relevante Gebäude oder Landschaften hineinversetzen. Eines der genannten Tools etwa trägt den Titel „Was ist (post)industrielles Erbe?“ und fordert die Lernenden unter anderem auf, Arbeitsgruppen zu bilden und einen Essay über einen frei wählbaren Standort der Industriekultur zu schreiben. Das Programm richtet sich an Lehrkräfte aus der Erwachsenenbildung, Arbeitslose aus der Industrie, Museumsverantwortliche auf der Suche nach neuen Wegen der Vermittlung und ganz bewusst auch an Migranten, die sich für technische Zusammenhänge interessieren und sozialen Anschluss suchen. Es soll ab 2021 kostenfrei zur Verfügung stehen.

Wie lassen sich Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 25 Jahren für Industriekultur begeistern? Antworten dazu lieferte Ashleigh Taylor, HwB Torfaen (UK), in ihrem Vortrag über die Blaenavon World Heritage Youth Ambassadors. Ausgangspunkt des Projekts, das mittlerweile an fünf Weltkulturerbestätten in Großbritannien durchgeführt wird, ist die Beobachtung, dass Industriedenkmäler zwar mit Schulen zusammenarbeiten, Schüler und Studenten aber unter den Ehrenamtlichen im Bereich Industriekultur kaum vertreten sind. Um das zu ändern, stellt das Programm der Youth Ambassadors die Jugendlichen und ihren Lebensstil in den Mittelpunkt und benutzt das industrielle Erbe zunächst vor allem als Aufhänger für die Kontaktaufnahme, die zum Beispiel in Jugendclubs erfolgt. Die anschließende Bildung kleiner Gruppen gewährleistet, dass alle mitreden können und die Zusammenarbeit Spaß macht, auch weil sie das Selbstwertgefühl und die Fähigkeit zur Lösung von Problemen fördert – Eigenschaften, die die Beteiligten auch im sonstigen Leben gut gebrauchen können. Die Jugendlichen organisieren ehrenamtlich Gemeindeveranstaltungen, helfen bei der Denkmalpflege, führen Audits durch, besuchen gemeinsam Museen und vieles mehr. Am Ende sollen sie die lokale oder regionale Industriekultur und ihren Einfluss auf die Gemeinschaft nicht nur verstehen, sondern auch eine aktive Rolle übernehmen und sich mit ihren Vorstellungen Gehör verschaffen.

Um das Festhalten mündlicher Erinnerungen und Industriekultur als Gemeinschaftsprojekt ging es in zwei Praxisbeispielen aus der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Dr. Beata Piecha-van Schagen vom Kohlebergbaumuseum in Zabrze (PL), zu dem die ERIH-Ankerpunkte Bergwerk "Guido" und Königin Louise Stollen gehören, berichtete von ausführlichen Interviews mit ehemaligen Bergarbeitern. In hunderten Befragungen entsteht so ein umfangreiches Archiv aus Kindheitserinnerungen und individuellen Beschreibungen des Arbeitsalltags, der Funktion von Gebäuden und Maschinen sowie üblicher Freizeitbeschäftigungen wie Brieftaubenzucht, Boxen oder Gartenpflege. Zum Erinnerungskonzept gehört auch die praktische Anwendung des gespeicherten Wissens: von Bastel-Workshops, in denen Kinder Schultüten mit Bezug zur örtlichen Industriekultur gestalten, bis zu geführten Besichtigungen von Industriedenkmälern, an denen neben auswärtigen Besuchern vor allem Ortsansässige teilnehmen.

Deutlich schwieriger ist es, die Erinnerung an die schlesischen Stahlwerke aufrecht zu erhalten, die im Gegensatz zu den Zechen der Region kaum materielle Reste hinterlassen haben. Das im Aufbau befindliche Museum für Metallurgie in Chorzow (PL), das Adam Kowalski präsentierte, will deshalb ganz bewusst einen Ort der gemeinsamen Erinnerungen schaffen. Nur so können Königs- und Bismarckhütte, deren gewaltige, aber fast vollkommen verschwundene Industriekomplexe Chorzow einst geprägt haben, ein lebendiger Teil des kollektiven Gedächtnisses bleiben. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Arbeit mit Schülern, die in der Regel kein Vorwissen zu Stahlwerken oder überhaupt zur regionalen Industriegeschichte besitzen. Diese Berührungspunkte entstehen erst durch Projekte wie die Befragung der Eltern und Großeltern. Dabei stellt sich heraus, dass es praktisch in jeder Familie mindestens eine Person gibt, die beruflich mit der Chorzower Stahlindustrie zu tun hatte. Ein weiteres Projekt erarbeitet mit Grundschülern eine Choreografie, die auf typischen Bewegungen von Stahlarbeitern basiert. Dass dieselben Schüler in diesem Jahr an der ERIH-Tanzperformance „WORK it OUT“ teilgenommen haben, ist angesichts der Ähnlichkeit der Konzepte keine Überraschung.

Ganz andere Voraussetzungen herrschen im Museum für Druckkunst in Leipzig (DE), das die letzte Referentin Dr. Susanne Richter vorstellte. Besucher erleben seine historischen Maschinen und Pressen, die sich über die vier Etagen einer ehemaligen Druckerei erstrecken, in voller Aktion und können in Kursen und Workshops rund um das Drucken selbst Hand anlegen. Seit 2018 unterhält das Museum überdies ein Projekt zur Bewahrung von historischen Drucktechniken. Diese Techniken haben die Museumsangestellten, die teilweise aus ganz anderen Branchen kommen, von Spezialisten gelernt, um sie anschließend an interessierte Laien weiterzugeben. Da dabei digitale Medien zum Einsatz kommen, ist das auch für junge Menschen attraktiv. Diese Verbindung von materiellem und immateriellem Erbe ist ein Glücksfall, der etwa in der Stahl- und Kohleindustrie nicht so einfach herzustellen ist. Dennoch bietet das Beispiel aus Leipzig spannende Einblicke in einen Teilbereich der Industriekultur, der Nachfolgeplanung und Wissenstransfer erfolgreich umsetzt.

Die PDF-Dateien aller Präsentationen finden Sie auf unserer Webseite: Service | Downloads | Präsentationen auf ERIH-Events
Zu den Präsentationen

Jahreskonferenz 2020: Die Workshops und ihre Ergebnisse

Drei Workshops standen am Nachmittag zur Auswahl: Nachfolgeplanung, Wissenstransfer und Corona-Effekte. Die folgende Zusammenfassung ist ergebnisorientiert.

Workshop I: Nachfolgeplanung

Keine Nachfolgesorgen bereitet insbesondere der Bereich Event-Management. Anders sieht es in anderen Arbeitsgebieten aus: Sowohl Denkmalschutz und fachgerechte Gebäudekonservierung als auch Kommunikationsaufgaben wie Storytelling und Social Media Management erfordern professionelle Kenntnisse, die sich nicht ohne Weiteres durch Allrounder und Freiwilligenarbeit abdecken lassen. Dasselbe gilt für die politische Vernetzung und Kenntnisse über Fördermöglichkeiten und -programme.

Als Problem für die Nachfolgeplanung erweist sich in diesem Zusammenhang die geringe Attraktivität, die das Betätigungsfeld Industriekultur unter Studenten genießt. Auch wenn der Sektor zunehmend junge und weibliche Fachkräfte beschäftigt, steht er in Konkurrenz zu begehrteren Themengebieten. Um die Nachwuchsförderung zu sichern, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit Universitäten auf verschiedenen Ebenen. So wären spezialisierte Studiengänge mit Schwerpunkt Industriekultur, die in den meisten Ländern bisher nicht angeboten werden, ein denkbarer Anreiz für die persönliche Karriereplanung. Zudem könnten Hochschulen verstärkt in die Personalplanung und -rekrutierung einbezogen werden.

Um die Aufmerksamkeit qualifizierter Nachwuchskräfte zu erregen, braucht es nicht zuletzt neue Narrative. Sobald etwa Industriekultur Vergangenes mit einer Zukunftsperspektive verbindet, bekommt sie auch für junge Menschen ein besseres Image. Eine ähnliche Wirkung erzielt die Verknüpfung mit Naturerlebnis, Freizeitspaß und sportlichem Wettbewerb, ebenso wie die Betonung des interdisziplinären Arbeitens und das Gefühl, Teil einer Community zu sein. Auf Neugier könnte auch das Angebot von Praktikumsplätzen treffen oder die Möglichkeit, Industriekultur im Rahmen eines sozialen Jahrs kennenzulernen und mitzugestalten.

Workshop II: Wissenstransfer

Der Generationswechsel betrifft ganz unterschiedliche Wissensbereiche: die Handhabung und Wartung historischer Maschinen, Funktion und Erhalt von Gebäuden, soziale Bedingungen der Fabrikarbeit und – damit zusammenhängend – die verschiedenen Rollen der Protagonisten mit ihren Abhängigkeiten und Vernetzungen. Der letzte Aspekt berührt vor allem die Fähigkeit zum emotionalen Storytelling am Beispiel ausgewählter Biografien: Wie haben die Menschen gelebt, gefühlt und so unbewusst Geschichte geschrieben?

Die Herausforderung besteht darin, das Wissen erfahrener Senioren so weiterzugeben, dass es die Jungen auch erreicht. Praktische Hilfe bieten Archive, Interviews mit Zeitzeugen, Handbücher oder Video-Lernprogramme.

Allerdings gibt es keine Vorbilder für den Wissenstransfer, weil die meisten Programme zur kulturellen Bildung das technische Erbe vernachlässigen oder gar nicht erst berücksichtigen. Denkbar wären in diesem Zusammenhang Kooperationen mit technischen Berufsschulen. Allerdings ist gerade die technische Seite der Industriekultur hochkomplex, und weil die meisten Experten heute der Generation 60+ angehören, entsteht bei Jüngeren leicht der Eindruck veralteter und obendrein exklusiver, also nur schwer zugänglicher Inhalte und Diskussionen.

Ein Lösung könnte darin liegen, den Wissenstransfer in zwei Richtungen und auf Augenhöhe zu gestalten: Erfahrene Arbeitskräfte aus der Industrie tragen technisches Know-how und „Oral History“ bei, die Jungen bringen sich mit ihren digitalen Kenntnissen ein. ERIH könnte parallel dazu ein Reise- und Austauschprogramm speziell für junge Leute einrichten und damit einen Anreiz schaffen, sich in diesem Bereich beruflich oder ehrenamtlich zu engagieren. Eine weitere Aufgabe bestünde darin, die Entwicklung geeigneter Austausch- und Berufsbildungsprogramme auf europäischer Ebene zu fördern und Interessenten dafür zu gewinnen. Ein mögliches Szenario etwa wäre die Vernetzung mit aktiven Betrieben, die sowohl bei Berufsanfängern und Studenten als auch in der breiten Öffentlichkeit als Botschafter einer zukunftsorientierten Industriekultur auftreten könnten.

Workshop III: Corona-Effekte

Im Zentrum dieses Aspektes stehen die unmittelbaren Folgen der Lockdowns und sonstigen Kontaktbeschränkungen: die verordnete Einstellung des gesamten Betriebs eines Standorts, der dramatische Rückgang der Besucherzahlen, die dadurch verursachten Einnahmeverluste sowie daraus folgende Sparmaßnahmen bis hin zum Personalabbau. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass tiefgreifende wirtschaftliche Umbrüche die Entstehung der meisten Industriemuseen überhaupt erst möglich gemacht haben. Heute stellt sich die Frage, inwiefern den Industriemuseen unter den geänderten Bedingungen neue Aufgaben zukommen, ob sie dies als Chance begreifen und wie sie dazu befähigt werden, diese neue Rolle auszufüllen.

Die Herausforderungen liegen auf der Hand: Es geht darum, mit den Zielgruppen im Gespräch zu bleiben und sie davon zu überzeugen, dass in Zukunft ein Besuch der Standorte ohne Gefahr für die eigene Gesundheit möglich ist. Beides kann insbesondere über eine forcierte Digitalisierung geschehen. Dazu braucht es Online Tools, eine Qualifizierung der Mitarbeitenden sowie Strategien zur Entwicklung von attraktiven Serviceangeboten für die Nutzer. Einmal etabliert, haben solche Online-Angebote das Potenzial, die Kosten zu reduzieren und gegebenenfalls sogar Einnahmen zu generieren, etwa durch virtuelle Museumsführungen gegen Entgelt und weitere kostenpflichtige Aktionen.

Das funktioniert nur mit nutzerorientierten Inhalten, die möglichst zusätzlichen Event-Charakter haben. Zudem rücken Kooperationen in den Fokus: mit anderen Standorten, aber auch mit Partnern, die vielleicht aus einem ganz anderen Kontext kommen und die erst ein Blick über den Tellerrand erschließt. Auch strukturell ist ein Umdenken erforderlich: Angebote für Kleingruppen gehören ebenso dazu wie die verstärkte Nutzung des Außengeländes. Auf der anderen Seite bietet die digitale Kommunikation Chancen in Form von potenziell größeren Reichweiten, gezieltem Monitoring und verbessertem Krisenmanagement. ERIH kann als Netzwerk Hilfestellung leisten, indem es seinen Servicebereich zur Coronakrise weiter ausbaut und die Suche nach neuen Partnerschaften durch vorhandene Kontakte und Ansprechpartner unterstützt.

Danksagung

Dass diese Konferenz überhaupt stattfinden konnte, ist der außergewöhnlichen Flexibilität des Gastgeberstandortes zu verdanken: Als sich abzeichnete, dass die Pandemie die ursprünglich geplante Durchführung im Industriemuseum in Gent unmöglich machen würde, stellte sich das LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg spontan für das nun rasch entwickelte Hybridkonzept zur Verfügung. Alle Teilnehmenden – ob on- oder offline – werden bestätigen, dass die Hybrid-Premiere gut gelungen ist. Großen Anteil daran hatte die Zoom-Koordinatorin Katharina Hornscheidt vom Berliner Zentrum Industriekultur bzi. Wir danken ihr und allen beteiligten Mitarbeitenden des LWL-Industriemuseums herzlich für ihren großartigen Einsatz!


ERIH Überblick: Was sonst noch wichtig ist

WORK it OUT

Die diesjährige Tanz-Perfomance „WORK it OUT“ war mit 29 teilnehmenden Standorten in 9 Ländern trotz pandemiebedingter Verschiebung wieder ein großer Erfolg. Das gilt auch für die Resonanz in den Social Media. Die meisten Likes sammelten die Tänzer der Arbeitersiedlung Ficinus im polnischen Ruda Śląska ein. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Teams der Gießerei El Pobal in Muskiz im spanischen Baskenland und des ebenfalls baskischen Fabrikmuseums La Encartada in Balmaseda. Ein Nebeneffekt der Corona-Pandemie war zudem der Schub zur Digitalisierung. Vom zentralen Standort im ERIH Ankerpunkt LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage wurde das Programm mit TV-Moderatorin Shary Reeves live gestreamt. Dadurch hat WORK it OUT im Netz noch größere Reichweiten erzielt als in den ersten beiden Jahren.

Links zur Aufzeichnung des Live-Streams sowie zu den Tanzvideos aller teilnehmenden Standorte sind auf unserer Webseite eingerichtet. Erfreuen Sie sich an unserem Video-Zusammenschnitt: eine Aufmunterung in dieser herausfordernden Zeit.

Fotos, Live-Stream und Tanzvideos  
Das ERIH "WORK it OUT" 2020 Video

ERIH-Webseite

Die ERIH-Website feiert einen neuen Meilenstein: Sie führt nun europaweit über 2.000 besuchenswerte Standorte der Industriekultur auf – das sind 125 Standorte mehr als bislang. Außerdem bietet sie 25 neue Biografien und umfasst damit insgesamt 187 Lebensbeschreibungen von Persönlichkeiten, die Europas Industriegeschichte mitgeprägt haben.

Neu ist auch eine stetig ergänzte Linkliste in unserem Service-Bereich (Experten und Best-Practice Datenbanken) zur
Coronavirus/Covid-19-Krise. Auswirkungen auf Museen und Tourismus

ERIH Industriekultur-Barometer 2020

Die Umfrage zum ERIH Industriekultur-Barometer 2020 wird auf Anfang 2021 verschoben. Ergänzend zu den bisher erhobenen Daten wird die Umfrage auch Fragen zur Situation und zu den Auswirkungen der Coronavirus-Krise enthalten. Der Grund für die Verschiebung liegt in den aktuell europaweit wieder steigenden Infiziertenzahlen. Die dadurch veranlassten Maßnahmen stehen der Erhebung aussagekräftiger Daten entgegen und erlauben lediglich eine Momentaufnahme im anhaltenden Pandemiegeschehen. Aus Umfragesicht ist es sinnvoller, abgeschlossene Prozesse bzw. Erhebungszeiträume – etwa ein Kalenderjahr – zu betrachten, weshalb es vielversprechender ist, die Barometerdaten erst nach Ablauf des Jahres 2020 einzuholen. Auf diese Weise generieren wir Daten der Jahre 2019 und 2020 und können so die bisherigen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie im jährlichen Vergleich abbilden.

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