Die 1829 gegründete Zuckerfabrik von Francières ist eine der ältesten Zuckerfabriken Nordfrankreichs. Die ersten Gebäude der Zuckerfabrik, die noch heute zu sehen sind, wurden von César Thirial, einem lokalen Landwirt, erbaut, der die Fabrik bis 1833 betrieb. Anschließend wurde sie von Louis Crespel-Dellisse, einem reichen Zuckerfabrikanten, aufgekauft, der sie in sein Fabriknetzwerk integrierte. Von 1859 bis 1884 hatte sie mehrere Direktoren, bevor sie von ihrem heutigen Eigentümer übernommen wurde, der 1969 den industriellen Betrieb einstellte, aber die landwirtschaftliche Tätigkeit auf dem Gelände beibehielt.
Im Laufe ihrer Geschichte erlebte die Zuckerfabrik die großen industriellen, architektonischen und sozialen Veränderungen des 19. und 20. Jahrhunderts, die noch heute sichtbar sind. Der Besucher entdeckt einen 34 Meter hohen Backsteinkamin, mehrere Hallen aus dem frühen 19. Jahrhundert, zwei Brennereien und den ältesten Kalkofen Europas, der zur Zuckerherstellung verwendet wurde. Zum Gelände gehören auch das Herrenhaus, Art-déco-Büros und Arbeiterhäuser, die vom sozialen Leben des Weilers zeugen.
Seit Juni 1999 steht die Fabrik unter Denkmalschutz.
Sie beherbergt ein Informationszentrum über die Zuckerindustrie und landwirtschaftliche Rohstoffe, das von ihrem Verein, der ASSF, gegründet wurde und verwaltet wird. Besucher können dort die Geschichte des Ortes, der Zuckerindustrie und der Menschen, die sie geprägt haben, entdecken. Die ASSF hat auch mehrere andere symbolträchtige Bereiche der Fabrik renoviert: die Schule, die Kapelle und das Labor.
Sucrerie de Franciéres
Sucrerie de Francières
12 Hameau de la Sucrerie
60190 Francières
Frankreich
Homepage
| Empfohlene Aufenthaltsdauer: | 1 Stunden |
|---|---|
| Dauer einer geführten Tour: | 1 Minuten |
| Eintritt: | frei |
| Barrierefreier Zugang: | vollständig |
| Besucherzentrum beim Objekt: | ja |
Geöffnet am 3. Wochenende im September am nationalen Denkmaltag