Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg

Freiberg ist die wichtigste Stadt des Erzgebirges in Sachsen. Die Bergbauregion, die bis nach Tschechien hineinreicht, gilt als eine der bedeutendsten Quellen von Metallerzen in ganz Europa. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts erhielt Freiberg Privilegien, die den Ort zur ersten freien Bergbaustadt in Deutschland machten. Während des 15. und 16. Jahrhunderts erreichte die Silber- und Eisenerzförderung ihren Höhepunkt. Welche Technologien zu jener Zeit im Erzgebirge angewandt wurden, illustriert auf anschauliche Weise Georgius Agricola. Vom 18. bis 20. Jahrhundert produzierte die Region Blei, Zink, Zinn, Nickel, Kobalt und Uran. Zu den umfangreichsten Hinterlassenschaften der Bergbauindustrie zählen der „Abrahamschacht“ mit Tagesanlagen von 1839 sowie die Grube „Alte Elisabeth“ mit Zeugnissen aus den 1840er Jahren, darunter eine Dampfmaschine von Constantin Pfaff aus Chemnitz. 

Das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg bietet eine umfangreiche Darstellung der Geschichte der Erzgruben. Darüber hinaus beherbergt die technische Universität, die auch eine 1756 gegründete Akademie für Bergbau umfasst, beträchtliche geologische und mineralogische Sammlungen. Sie sind zum Teil älter als die Universität selbst und stehen Besuchern offen.

Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg
Am Dom 1
09599 Freiberg
Deutschland
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