Norwegisches Telekommunikationsmuseum

Die Fernmeldetechnikanlagen von Sorvagen trugen im 19. und 20. Jahrhundert erheblich zum Wohlstand der Lofoten bei. In technologischer Hinsicht brauchten sie den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Die Inselbewohner lebten zu jener Zeit ausschließlich vom Fischfang. Die Fernmeldetechnik versetzte sie in die Lage, Informationen über die Bewegung der Fischschwärme auszutauschen und Sturmwarnungen weiterzugeben. 1861 ging eine 170 Kilometer lange Telegrafenverbindung in Betrieb, die teils unter Wasser, teils über Land verlief und neun Fischerdörfer miteinander verband. Ursprünglich war sie nur während der Fischereisaison zwischen Januar und April aktiv, doch erhielt sie bereits 1868 einen Anschluss an das landesweite Telegrafennetz. Seit 1873 arbeitete die Hauptstation in Sorvagen das ganze Jahr über. Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten sorgten dafür, dass die Erträge der Fischerei auf den Lofoten deutlich stiegen. 1903 begannen Experimente mit drahtloser Telegrafie. Als Masten kamen Fichtenstämme zum Einsatz. Die erste drahtlose Verbindung ging 1906 zwischen Sorvagen und Rost an den Start. Zwei Jahre später trat eine Schiffstelegrafenverbindung hinzu, 1928 gefolgt von Radiotelefonen. 1976-77 wurde die Station automatisiert. An die Vergangenheit erinnern heute noch vier Holzgebäude anno 1861 und ein 70 Meter hoher Radiomast. 1996 eröffnete vor Ort ein Museum, das als Zweigstelle dem Norwegischen Fernmeldemuseum angegliedert ist und die Entwicklung der Telegrafen- und Radiotechnik in Sorvagen ausführlich dokumentiert.

Norwegisches Telekommunikationsmuseum
Norsk TeleMuseum
8392 Sørvågen
Norwegen
+37 (0) 7609 - 1488
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