Museum im Alten Wasserwerk Friedrichshagen

Das Wasserwerk Friedrichshagen war das dritte Wasserwerk Berlins und galt zum Zeitpunkt seiner Inbetriebnahme im Jahr 1883 als größte und modernste Anlage ihrer Art in Europa. Ingenieur und erster Direktor der Städtischen Wasserwerke war Henry Gill. Die neogotische Backsteinarchitektur geht auf den Architekten und Stadtbaumeister Richard Schultze zurück.

Die Industrialisierung und der rasante Bevölkerungsanstieg Berlins hatten im 19. Jahrhundert zu einem erhöhten Abwasseraufkommen und zu einer bedenklichen Verunreinigung der Spree bei gleichzeitigem Anstieg des Trinkwasserbedarfs geführt. Das am Müggelsee gelegene Wasserwerk Friedrichshagen lag weit genug vor der Stadt, so dass dort sauberes Wasser gewonnen werden konnte. In sechs Maschinenhäusern, 34 Langsamsandfiltern, vier Rieseler- und zahlreichen Nebengebäuden wurde Trinkwasser produziert. Zunächst wurde Oberflächenwasser aufbereitet, später begann man zusätzlich mit der Gewinnung von Grundwasser, seit 1991 wird ausschließlich Grundwasser gefördert.

Heute ist das einzigartige industriegeschichtliche Areal ein Denkmalensemble von internationalem Rang. Kernstück und Highlight der Ausstellung sind drei „doppeltwirkende Verbundkolbendampfmaschinen“ aus dem Jahre 1893. Eine von ihnen „schnauft“ immer noch im Schaubetrieb, angetrieben von einem Elektromotor.

Museum im Alten Wasserwerk Friedrichshagen
Müggelseedamm 307
12587 Berlin
Deutschland
+49 (0) 30 - 86446393
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