Museum Fiskars

1649 gründete Peter Thorwöste in Fiskars, 78 Kilometer westlich von Helsinki, eine Eisenhütte, die seit dieser Zeit kontinuierlich genutzt wurde, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Die Fiskars Corporation, die ab den 1980er Jahren ihre Aktivitäten aus dem Dorf Fiskars an einen neuen Standort verlegte, setzt diese Tradition fort. Im 18. Jahrhundert waren vor allem Schotten für den Betrieb des Hochofens und der Gießerei zuständig, später übernahmen Schweden die Leitung. Ab 1822 führte Johan Julin (gest. 1853) die Geschäfte. Er entwickelte die gesamte Region, indem er Initiativen in der Land- und Forstwirtschaft förderte, installierte die neuesten Technologien in Öfen, Schmieden und Maschinenwerkstätten und setzte sich für gute Lebensbedingungen der Arbeiter ein. Die erste finnische Dampfmaschine nahm 1838 in einer noch erhaltenen Ziegelei in Fiskars ihren Dienst auf.

Die alten Hüttengebäude und die Gießerei anno 1836 sowie das Walzwerk aus dem Jahr 1859 wurden später an neue Nutzungsformen angepasst – insbesondere Handwerksbetriebe ließen sich hier nieder. Überdies entstanden Konferenzräume und Hotelanlagen in großem Stil. Das Museum in Fiskars zeigt die Industriekultur der Eisenhütte vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart und geht dabei auch auf die Lebensbedingungen der Arbeiter zu verschiedenen Zeiten ein. Eine Bäckerei stellt traditionelles finnisches Sauerteigbrot her, und es gibt Vorführungen für die Herstellung von «Zinnsoldaten» aus Blei.

Museum Fiskars
Peltorivi 13
10470 Fiskars
Finnland
+358 (0) 45 - 1808111
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