Museum des Holzhandwerks

Das Dorf Bois-d’Amant im Oberen Jura liegt zwischen den Seen Lac des Rousses und Lac de Joux und, was wichtiger ist, zwischen den Wäldern von Risoux und Noirmont, die mit ihren Fichten den Rohstoff für den wichtigsten Erwerbszweig der Region lieferten. Die Herstellung von Holzerzeugnissen für den Export geht hier auf das 16. Jahrhundert zurück und florierte besonders im späten 19. und 20. Jahrhundert. 1929 verdienten 500 der 1.170 Einwohner von Bois-d’Amant ihren Lebensunterhalt als Holzhandwerker. Eine Spezialität der Region waren die Holzbehälter (bekannt als Rovens) für Camembert und andere Weichkäse. Die Idee dazu hatte um 1890 Jules Germain Lacroix, nachdem er auf einer Messe in Lyon gesehen hatte, wie Camembert auf Stroh ausgestellt wurde. Die Einführung von Pappkartons für Weichkäse markierte den Beginn des Niedergangs für das örtliche Handwerk.

Das Museum residiert in einer restaurierten Sägemühle am Ufer des Orbe, der jahrhundertelang die Antriebskraft für Holzschnitt und die Holzbearbeitung lieferte. Bisweilen ist eine dampfgetriebene Säge im Einsatz zu sehen. Die Ausstellung präsentiert Werkzeuge zum Sägen, Bohren und Spalten von Holz, aber die Hauptattraktion besteht in der erstaunlichen Vielfalt der Sammlung. Sie umfasst Kisten, Truhen, Uhrengehäuse, Schlegel, Skier sowie Holzbehälter für Weichkäse beziehungsweise für pharmazeutische Produkte.

Museum des Holzhandwerks
Musée de la Boissellerie
12 Rue du Petit Pont
39220 Bois-d’Amant
Frankreich
+33 (0) 384 - 609879
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