Historisches Sprengstoffmuseum

1983 eröffnete Dyno Industrier A/S ein Museum im Bereich des firmeneigenen Werks in Hurum, zwölf Kilometer südöstlich von Drammen, und zwar auf dem Gelände jener Fabrik, die Alfred Nobel (1833-96) 1875-76 gegründet hatte. Die Einweihung des Museums fiel zusammen mit dem 150. Geburtstag Nobels. In der Folgezeit stellte die Fabrik ihren Betrieb ein, die Freiwilligen-Vereinigung, aus der sich die Museumsmitarbeiter rekrutierten, löste sich auf, und der australische Eigentümer des Standorts plante, alle Gebäude abzureißen. 2009 übernahm die Kreisverwaltung von Buskerud 25 Fabrikgebäude, von denen zwölf Teil des Museums waren, doch bleibt dessen Zukunft weiterhin ungewiss.

Die Gebäude folgen der charakteristischen Bauweise von Sprengstoffwerken: An drei Seiten weisen sie sehr starke Mauern auf, die vierte Seite dagegen ist nur schwach gesichert, sodass bei einer unvorhergesehenen Detonation die Explosionskräfte in die Richtung gelenkt werden, in der sie am wenigsten Schaden anrichten. Höhepunkt der Ausstellung ist eine komplette Fertigungsanlage zur Herstellung von Dynamit aus einer Zeit, als der Prozess noch weitgehend von Hand ablief. Zahlreiche Fotografien zeigen das Werk noch zu Betriebszeiten. Außerdem ist das Modell einer benachbarten Schwefelsäurefabrik zu sehen, die zwischen 1915 und 1968 produzierte. Viele der ehemals eigens für Werksarbeiter gebauten Wohnhäuser stehen bis heute und gehen zum Teil auf die Werksgründung 1875-76 zurück.

Historisches Sprengstoffmuseum
Spængstoff Historisk Museum
Engeneveien
Hurum
Norwegen
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