G. A. Serlachius Museum

Das Museum G. A. Serlachius in Mänttä, einer Stadt in Westfinnland mit ungefähr 7.0000 Einwohnern und 90 Kilometer nordöstlich von Tampere gelegen, beschreibt das Leben an finnischen Industriestandorten von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute. Es zeigt, wie aus dem kleinen Dorf Mänttä eine Stadt im Zentrum einer gewaltigen Forstindustrie wurde. Neueste Präsentationstechniken erläutern die Herstellung von Papier und anderen Holzprodukten.

Initiator dieser Forstindustrie war G. A. Serlachius (1830-1901), der 1868 in Mänttä die erste Zellstofffabrik gründete. Anschließend errichtete er eine Sägemühle, begann Kartonagen herzustellen, erbaute eine Papierfabrik und erwarb zwei weitere Zellstoffwerke. In den 1890er Jahren lief das Geschäft eher mäßig. Dann jedoch wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und entwickelte sich unter dem Neffen des Gründers, Gosta Serlachius (1876-1942), zu einem der landesweit führenden Konzerne der Forstindustrie. Die Produktpalette umfasste Holz, Papier, Zellstoff und Dachpappe.

Das Museum logiert im Weißen Haus, dem ehemaligen Hauptsitz des Unternehmens in Mänttä, 1934 fertig gestellt nach den Plänen der Architekten Valter und Bertel Jung. Das Gebäude verfügte über modernste Bürotechnologie, bot den Angestellten naturnahe Aufenthaltsräume und war üppig mit Kunstwerken ausgestattet, die nach wie vor vorhanden sind. 1986 endete die Zeit des Weißen Hauses als Bürogebäude. Seine Neueröffnung als Museum erfolgte im Jahr 2003.

G. A. Serlachius Museum
G.A. Serlachius museo
R. Erik Serlachiuksen katu 2
35800 Mänttä
Finnland
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