Deutsches Erdölmuseum

In Wietze, einer Gemeinde am Rand der Lüneburger Heide achtzehn Kilometer westlich von Celle, befindet sich die Wiege der deutschen Erdölindustrie. Hier wurde spätestens seit Mitte des 17. Jahrhunderts Schweröl obertägig in "Teerkuhlen" gewonnen und als Schmier- und Heilmittel verhandelt. Ab den 1830er Jahren verstärkte sich das wirtschaftliche Interesse an dem Rohstoff und schon 1841 entwickelte man Pläne zur Ausweitung der Erdölförderung zwecks Asphaltgewinnung. 1858/59 wurde erstmals (noch vor den USA) eine Ölquelle bohrtechnisch erschlossen, über 2000 Bohrungen folgten. Bis 1963 gab es sogar ein Erdölbergwerk mit einer Streckenlänge von zuletzt 95 Kilometern.

Auf dem 18.000 qm großen Museumsgelände, einem Teil des alten Ölfeldes, befinden sich noch verschiedene funktionsfähige technische Relikte aus der Zeit vor 1930 sowie Bohr- und Fördereinrichtungen und Nutzfahrzeuge aus den Jahrzehnten danach. Besonderes "Highlight" ist ein 54 m hoher Bohrturm, dessen Arbeitsbühne in Zukunft im Rahmen von Führungen zugänglich sein soll. Viele Objekte können durch die Besucher selbst in Bewegung gesetzt werden. Darüber hinaus besteht eine 400 m lange Feldbahnstrecke, die nach Voranmeldung auch Besucher befördert. In der Dauerausstellung erfährt man, wie Erdöl entsteht, wie es gesucht, gefördert und weiterverarbeitet wird.

Deutsches Erdölmuseum
Schwarzer Weg 7-9
29323 Wietze
Deutschland
+49 (0) 5146 - 92340
Homepage

Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2 Stunden
Dauer einer geführten Tour: 90 Minuten
Eintritt: kostenpflichtig
Barrierefreier Zugang: vollständig
Angebote für Kinder:
Gastronomie:
Museumsshop: ja

März bis Juni und September bis November:
Dienstag - Sonntag 10.00-17.00 Uhr

Juli bis August:
täglich 10.00-18.00 Uhr

Einlass bis 1 Stunde vor Schließung

  • Führungen möglich
  • Fremdsprachliche Führungen
  • Führungen für Kinder

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