Continium - Discovery Center Kerkrade

Erleben, sehen, hören, fühlen, riechen... Man merkt es gleich: Das Industrion in Kerkrade ist ein ganz besonderes Museum. Erzählt wird die spannende und wechselvolle Geschichte von Mensch und Maschine während der letzten 150 Jahre. Ort der Handlung ist die nähere und weitere Umgebung des Museums, genauer: die Provinz Limburg im Osten der Niederlande. 27 lebensnahe Szenarien entführen den Besucher in 27 Arbeits- und Alltagswelten, die es selbständig zu entdecken gilt. Da stampfen Maschinen inmitten theaterreifer Fabrikkulissen, und überall liegen Werkzeuge und sonstige Gebrauchsgegenstände herum, als hätten die Arbeiter eben erst ihren Platz verlassen. Mit Hilfe von „Forschungselementen“, die über das gesamte Museum verteilt sind, kann man herausfinden, wie eine Kurbelwelle funktioniert oder wie statische Elektrizität eingesetzt wird. Interaktive Multimediaprogramme und effektvolle Beleuchtung machen es möglich, die harten Lebensumstände der zwanziger Jahre in einer nachgestellten Straßenszene hautnah nachzufühlen. Akteur ist dabei immer der Besucher selbst. Auf diese Weise wird das Industrion zu einer einzigen Entdeckungsreise.

Geschichte

Das Industrion in Kerkrade, eröffnet 1998, ist ein sehr junges Museum. Eigentlich jedoch beginnt seine Geschichte schon viel früher – vor rund 150 Jahren, in einer Epoche industrieller und gesellschaftlicher Umwälzungen. Genau da setzt das Museum an. Gegenstand der Ausstellung ist die gegenseitige Beeinflussung von Industrie und Gesellschaft in den Niederlanden, speziell in der Provinz Limburg, während der letzten anderthalb Jahrhunderte. Dass der Schwerpunkt dabei auf der technischen Entwicklung liegt, verrät schon die äußere Erscheinung des Museumsbaus. Stahltreppen, Dachplatten, roter Backstein und ein sägezahnartiges Satteldach sind bewusste Zitate europäischer Industriearchitektur. In denselben Zusammenhang gehört der 25 Meter hohe gerüstartige Turm, dessen große Räder an die Förderanlage einer Zeche erinnern.

Im Inneren präsentiert sich das Industrion als interaktiver Erlebnisraum, der mit Lichteffekten, Geräuschen und Gerüchen arbeitet. Das Ausstellungsangebot ist äußerst vielseitig und umfasst die verschiedenen keramischen Industrien ebenso wie den Steinkohlebergbau, die Glas-, Metall- und Chemieindustrie, die Papierfabrikation und die Herstellung von Lebens- und Genussmitteln. Ergänzend werden die Auswirkungen der industriellen Produktion veranschaulicht. Die Themen reichen von der lebensechten Nachahmung einer Fabrikhalle der Frühzeit über die Darstellung der niederländischen Gewerkschaften bis hin zu den Bereichen Umwelt und Ernährung. Auch der weitläufige Museumsgarten wird in das Ausstellungskonzept mit einbezogen. In loser Ordnung beherbergt er besonders große Objekte, darunter einen meterhohen Schaufelbagger aus der Tonindustrie und einen riesigen Kochbottich, in dem Lumpen zu Brei gekocht wurden als Grundstoff für die Papiererzeugung. Eine Schmalspur-Eisenbahn, ihrerseits vordem in der industriellen Produktion eingesetzt, verbindet die Objekte und lädt die Besucher zur Rundfahrt ein.

 

Empfohlene Aufenthaltsdauer:4 Stunden
Eintritt:kostenpflichtig
Barrierefreier Zugang:vollständig
Angebote für Kinder:
Gastronomie:
Besucherzentrum beim Objekt:ja
Museumsshop:ja

täglich 10.00-18-00 Uhr

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