Bergwerksmuseum Cap Garonne

Le Pradet liegt östlich von Toulon an der französischen Mittelmeerküste in der Nähe von Cape Garonne. 1857 erwirkten Layet und Martel, Kohlehändler aus Marseille, das Recht, in lokalen Sandsteinbrüchen nach Kupfer- und Bleierzen zu suchen, und erhielten später eine Konzession für einen Bergwerksbetrieb. Der Erzabbau begann 1862. Die ersten ausgebildeten Bergarbeiter waren Italiener, während Männer aus der Region Arbeiten für ungelernte Kräfte übernahmen. Die Qualität des Kupfererzes erwies sich als schlecht – das Gestein enthielt kaum mehr als drei Prozent Kupfer. Verschickt wurde das Erz nach Swansea, damals Europas Zentrum für das Schmelzen von Kupfer. Das Bergwerk ging in andere Hände über und stellte ab 1884 für acht Jahre den Betrieb ganz ein. 1893 belebte die Société des Mines de Cap Garonne das Geschäft wieder, indem sie 60 Arbeiter anstellte und statt Erzen Sulfate für die Säureproduktion förderte. Trotz einer 1903 fertiggestellten Eisenbahnverbindung schloss das Bergwerk ab 1907 erneut für diesmal neun Jahre. Nach einer kurzen Wiederaufnahme der Fördertätigkeit 1916 war 1917 dann endgültig Schluss.

Der Gesamtertrag des Bergwerks betrug zwischen 1862 und 1917 rund 40.000 Tonnen Mineralien. In der Zeit von 1933 bis 1956 dienten die unterirdischen Stollen wiederholt dem Anbau von Speisepilzkulturen. Mit ersten Erhaltungsmaßnahmen an dem Denkmal begannen die lokalen Behörden im Jahr 1990, die Eröffnung als Museum erfolgte am 9. Juli 1994. Besucher bekommen einen Eindruck davon, wo die Bergleute arbeiteten, und können einige der bemerkenswerten Mineralien bestaunen, die das Bergwerk ans Licht gebracht hat. Zusätzlich lockt der Panoramablick auf das Mittelmeer.

Bergwerksmuseum Cap Garonne
Musée de la Mine de Cap Garonne
1000 Chemin du Baou Rouge
83220 Le Pradet
Frankreich
+33 (0) 494 - 083246
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