Bergbaumuseum

Rosia Montana ist ein Landkreis mit 16 Dörfern entlang dem Fluss Rosia in einem Gebiet, das als Goldenes Viereck bekannt ist. Seit der Römerzeit wurden hier Gold, Silber und Kupfer gefördert. Im frühen 21. Jahrhundert erlangte die Region Bekanntheit, weil das kanadische Unternehmen Gabriel Resources Pläne dafür vorlegte, Europas größte Goldmine im Tagebau auszubeuten, was den Abriss vieler Häuser zur Folge gehabt hätte. 2014 lehnte die rumänische Regierung schließlich den Vorschlag ab, und schon im darauffolgenden Jahr erhielt das Gebiet den Status eines historischen Ortes von nationaler Bedeutung, um es vor weiteren Wirtschaftsprojekten zu schützen.

Das Bergwerksmuseum umfasst unter anderem römerzeitliche Stollen, darunter ein römisches Wasserrad aus dem Orlea-Massiv. Insgesamt erhalten Besucher auf einer Länge von 150 Metern Zugang zu unterirdischen Bergwerksanlagen aus verschiedenen historischen Epochen. Über Tage haben sich neben einem Schießpulvermagazin aus dem 18. Jahrhundert zwei Prägewerke, eine "kalifornische" Prägemaschine der Marke Fraser & Chambers aus England sowie eine elektrisch betriebene Fördermaschine anno 1910 erhalten, die ehemals untertage im Einsatz war. Herausragende Objekte der Museumssammlung sind Wachstafeln aus der Römerzeit, von denen eine in das Jahr 131 v. Chr. datiert.

In der Umgebung de Museums gibt es Reste von Wasserkraftanlagen sowie von Schmalspurbahnen, die dem Erztransport dienten. Über das ganze Stadtgebiet verteilen sich etwa 50 Denkmäler von historischer Bedeutung. Die ethnische Vielfalt der einstigen Bergbaugemeinden zeigt sich am Beispiel deutscher und ungarischer Schulen und anhand von Gotteshäusern für verschiedene Religionsgemeinschaften.

Bergbaumuseum
Muzeul Mineritului
Str Principala 178
Rosia Montana
Rumänien
+40 (0) 258 - 783229
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