Bahnhof

Die Città del Vaticano (Vatikanstadt), das weltweite Zentrum der römisch-katholischen Kirche, ist eine 44 Hektar große Enklave innerhalb der Stadt Rom, deren Status durch den Lateranvertrag von 1929 definiert ist. Eine ihrer Verbindungen mit der Außenwelt ist eine 1,27 Kilometer lange Eisenbahnstrecke vom Bahnhof San Pietro der italienischen Staatsbahn zu einem Bahnhof innerhalb des Vatikans. Sie entstand nach der Unterzeichnung des Lateranvertrags und feierte am 2. Oktober 1934 Eröffnung. Unterwegs passiert sie einen 143 Meter langen Viadukt, der mit seinen acht Bögen das Gelsomino-Tal überbrückt. Der Bahnhof, der sich in den Gärten des Vatikans hinter dem Petersdom befindet und größtenteils aus weißem Marmor besteht, geht auf Pläne des Architekten Guisseppe Momo zurück. Ein Teil davon beherbergt heute das Vatikanische Museum für Numismatik und Philatelie, einen anderen Teil belegt ein Duty-Free-Shop.

Auf der Bahnstrecke verkehren hauptsächlich Güterzüge. Am 4. Oktober 1962 war Johannes XXIII. (1881-1963) der erste Papst, der diese Strecke nahm. In jüngster Zeit ermunterte Papst Franziskus dazu, sie zu nutzen. Einmal die Woche fährt ein Dieseltriebwagen der italienischen Staatsbahn vom Vatikanbahnhof nach Albano Laziale, von wo aus ein Shuttlebus die päpstliche Sommerresidenz in Castel Gandolfo ansteuert. Zu besonderen Anlässen kommt ein Zug aus historischen Waggons zum Einsatz, gezogen von einer Dampflokomotive anno 1915.

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