Salzmuseum Gerri de la Sal

Salz hat schon immer den Alltag der Menschen in Gerri und das Bild des Dorfes bestimmt. Historische Quellen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts belegen, dass der Rohstoff etwa seit dieser Zeit genug Gewinne abwarf, um den Lebensunterhalt zu sichern.

Die Grundlage der Salzgewinnung bildet eine Solequelle, die nur ein paar Meter vom Dorfzentrum entfernt liegt. Ihr 21 Grad Celsius warmes Wasser weist eine durchschnittliche Natriumchlorid-Dichte von 8 bis 10 Baumé-Grad (ºBé) auf und kristallisiert bei 25º Bé (zum Vergleich: Die Natriumchlorid-Dichte im Mittelmeer beträgt 2º bis 3º Bé). Die klimatischen Bedingungen bestimmen den Produktionszeitraum: Gewöhnlich beginnt die Saison im Juni und endet im August.

Nach Ende der Saison (im Herbst) gelangt das Salz in den Speicherbau “Magatzem de la Sal o Real Alfolí”. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert steht vermutlich auf einem älteren Vorgängerbau gleicher Bestimmung und wurde einmal erweitert. Die insgesamt drei Stockwerke mit ihrer Bekrönung aus Speicher und vierseitigem Schieferdach bedecken eine Grundfläche von etwa 660 Quadratmetern.

In dem Speicherbau durchlief das Salz verschiedene Verarbeitungsstufen (Wiegen, Mahlen, Verpacken oder Abfüllen in Säcke) und war anschließend bereit für den Verkauf. Den Transport übernahmen Maultierkarren. Sie zogen das Salz in den ersten Stock, wo zunächst das Gewicht jeder Fuhre ermittelt wurde. Von dort rieselte es durch „trapes“ (kleine Löcher im Boden) ins Erdgeschoss zum Mahlen und Abpacken.

Salzmuseum Gerri de la Sal
Museu de Gerri de la Sal
Square Àngel Esteve, s/n
25590 Gerri de la Sal
Lleida
Catalonia
Spanien
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