Route der Bergehalden

Aisneau, eine kleine Ortschaft rund sechs Klometer östlich von Charleroi, ist Sitz von La Chaine des Terrils (Pfad der Grubenhalden). Die Organisation schützt, bewahrt und dokumentiert Abraumhalden des Kohlebergbaus quer durch Wallonien: von Bernissart nahe der französischen Grenze bei Valenciennes über das Kohlerevier Borinage, Mons, La Louviere, Charleroi, Sambreville, Flemalle und Liege bis nach Herstal im Grenzgebiet zu Deutschland und den Niederlanden.

Der Pfad umfasst 43 Städte und Dörfer, 340 große Halden aus der Zeit der Industriellen Revolution und danach sowie eine Reihe kleinerer Halden. Teil des Pfades sind überdies die Wege, die die Kohlekumpel einst zurücklegten, um von zu Hause zu den Tagesanlagen ihrer Bergwerke zu gelangen, sowie die Strecken der Bahnen, die die Kohle abtransportierten. Mittlerweile haben die Zechengelände ihr eigenes Mikroklima entwickelt und weisen oftmals eine reiche Flora und Fauna auf.

Der Pfad eigent sich für Wanderer, z. T. können ihm auch Mountainbiker und Reiter folgen. Von Zeit zu Zeit bietet La Chaine des Terrils geführte Wanderungen und Haldenaufstiege an. In den Zechen, die die Route säumen, haben nach Aussage der historischen Zeugnisse Bergleute aus 60 Nationen gearbeitet. Der Pfad schließt verschiedene restaurierte Industriedenkmäler mit ein, darunter die Route du Feu in Blegny, die Grube Bois du Cazier in Marcinelle, die Grand Hornu, das Bergbaumuseum in Bar-de-Luc sowie das Wissenschaftszentrum PASS in Frameries.

La Chaine des Terrils pflegt Beziehungen zu einem ähnlichen Verband in Nord-Pas-de-Calais mit Sitz in Loos-en-Gohelle.

Route der Bergehalden
Espace Terrils ASAL Ferme des Castors
Rue du Centre 78
6250 Aiseau-Presles
Belgien
+32 (0) 71 - 761138
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