Ostisländisches Technikmuseum

Seydisfjordur (bis vor kurzem Seydhisfjordur geschrieben) liegt 400 Kilometer nordöstlich von Reykjavik. Das Technikmuseum beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Aspekten der Regionalgeschichte, von denen drei die industrielle Vergangenheit thematisieren. Der 1907 gegründete Maschinenbaubetrieb von Johann Hansson nutzte Wasserkraft für seinen Maschinenpark. Er produzierte vor allem Fischereiausrüstung. 1918 kam eine Gießerei hinzu und 1967 erweiterte die Firma ihr Geschäftsfeld um Schiffbau. 1993 endete der Betrieb. Das Originalgebäude von 1907 ist noch erhalten, einschließlich Kupolofen anno 1918 zum Schmelzen von Eisen.

Die alte Telegrafenstation gehörte ursprünglich zu einem Gebäude, das ein wohlhabender Norweger 1894 errichtete, als Island per Unterseekabel Anschluss an die Färöer Inseln, Schottland und den Rest der Welt bekam. Der größte Teil der einstigen Einrichtung existiert noch. Ein Bereich der Ausstellung widmet sich der heldenhaften Aufgabe eines Arbeitstrupps aus gut 300 Männern, die insgesamt 14.000 Telegrafenmasten errichteten, um das Unterseekabel mit Reykjavik zu verbinden.

Dritter wesentlicher Bestandteil des Museums ist Fjardarselsvirkjun, das 1913 errichtete erste Wasserkraftwerk Islands. Die Turbine der Marke J. M. Woeth von Württemburg erhielt ihre Kraft von einer 50 Meter hohen Wassersäule. Der Generator stammt von Siemens & Schuckert und eine später eingebaute Turbine kommt von der englischen Firma R. T. Gilkes and Gordon in Kendal.

Ostisländisches Technikmuseum
Tǽkniminjasfn Asturlands
Hafnargötu 44
710 Seydisfjordur
Island
+354 (0) 472 - 1696
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