Musée Lalique

Wingen-sur-Moder ist eine kleine elsässische Stadt zwischen Straßburg und Sarreguemines, in der zwischen 1715 und 1868 die Glashütte Hochberg residierte. René Lalique (1860-1945) belebte die Glasherstellung im 20. Jahrhundert wieder. Gebürtig aus der Champagne, erhielt der seine Ausbildung in Paris und verbrachte anschließend zwei Jahre in England. Sein Auftritt auf der Pariser Weltausstellung von 1900 war ein triumphaler Erfolg. Jugendstil und Art Deco beeinflussten sein Werk und verdankten seiner Arbeit zugleich wichtige Impulse. Nicht umsonst wurde er als "der Erfinder des modernen Schmucks" bezeichnet.

Eine Begegnung mit dem Parfümeur François Coty (1874-1934) im Jahr 1907 weckten Laliques Interesse an der Glasherstellung. 1913 kaufte er, der bis dahin als freiberuflicher Designer tätig gewesen war, eine Glashütte in Combe-la-Ville. Ab 1921 baute er in Wingen-sur-Moder auf dem Gelände der früheren Hochberg-Glasfabrik eine neue Glashütte in einem Gebiet, in dem es bereits viele qualifizierte Glasbläser gab. Sein Sohn Marc Lalique (1900-77) entwickelte die Herstellung von Kristallglas, und die Fabrik ist bis heute in Betrieb, auch wenn sie sich mittlerweile im Besitz der Schweizer Gruppe Arts et Fragrances befindet.

Das spektakuläre Museumsgebäude des Architekturbüros Wilmotte et Associeés feierte 2011 Eröffnung und integriert Reste der 2007 freigelegten Glashütte Hochberg. Der moderne Museumsbau liegt teilweise unter der Erde, und seine Innenräume gehen sanft in einen japanischen Gärten über.

Musée Lalique
40 Rue de Hochberg
67290 Wingen-sur-Moder
Frankreich
+33 (0) 388 - 890814
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