Die Kulturrouten des Europarates in Luxemburg – eine Ausstellung

7 von 38 Kulturrouten des Europarates durchqueren Luxemburg. Eine davon ist die vor knapp anderthalb Jahren zertifizierte Europäische Route der Industriekultur. Das geballte kulturelle Erbe der thematisch ganz unterschiedlichen Routen feiert jetzt eine Ausstellung, die vom 17. September bis zum 17. November in der Standseilbahn-Halle, Mittelstation, im Luxemburger Stadtteil Pfaffenthal zu sehen ist.

Luxemburgs Süden war einmal fest in der Hand der Schwerindustrie. Fast 150 Jahre lang, von 1824 bis 1964, gruben Bergleute in Rumelange um den „Roches Rouges“, den Roten Felsen, nach Eisenerz. 1913 gehörte das Großherzogtum zu den zehn weltweit größten Produzenten von Roheisen und Eisenerz, und noch bis in die 1970er Jahre galt die Stahlindustrie als Zugpferd der Wirtschaft. Die „Minett Tour“ fasst ehemalige Bergwerke und Stahlhütten, umgewandelte Industrie-Knotenpunkte und jede Menge Geschichte und Natur zu einer spannenden ERIH-Regionalroute zusammen.

Die Luxemburger Ausstellung verbindet Bilder und Objekte der ERIH-Standorte mit Eindrücken von den anderen Routen des Europarates, die Luxemburg kreuzen. Dazu gehören die Jakobswege nach Santiago de Compostela, die Wege der Weinberge (Iter Vitis), die Festungsstädte der Großregion und die Route der Befreiung Europas. Das ergibt ein facettenreiches Bild des Landes selbst und spiegelt zudem Europas kulturelle Vielfalt.

Genau darin liegt der Zweck des Kulturroutenprogramms des Europarates. Es will Neugier dafür wecken, das reiche europäische Kulturerbe auf spannenden Themenrouten zu entdecken, und steht zugleich für die Werte des Europarates: Menschenrechte, kulturelle Vielfalt, gegenseitiges Verständnis und grenzüberschreitenden Austausch.

Ausstellung: Kulturrouten des Europarats in Luxemburg (en)
ERIH-Regionalroute "Minett Tour"

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