9.-13. September: 18. Tage der Industriekultur Rhein-Main

5 Tage, 38 Orte, Dutzende Veranstaltungen: Zum 18. Mal lädt die Route der Industriekultur Rhein-Main Besucher dazu ein, Vergangenheit und Gegenwart der vielfältigen Industrieregion auf Sonderführungen, Radtouren oder – bedingt durch Covid-19 – digital zu erleben. Wie immer gestalten auch ERIH-Standorte das Programm mit, darunter der Poelzig Bau (ehemals IG-Farben-Haus), das Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim und das Museum Großauheim für Kunst und Industriegeschichte in Hanau.

Das Motto, „Umwelt gestalten“, berührt Erfahrungen, die jeder von uns im Alltag machen kann, und bietet Anknüpfungspunkte zur Klimadiskussion. Welchen Einfluss übt der Mensch seit der Industrialisierung auf die Umwelt aus? Was bedeutet „Umwelt gestalten“ in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft? In der Auseinandersetzung mit diesen und anderen Fragen nimmt das Programm viele aktuelle Themen in den Blick, darunter Energie, Mobilität, Gesundheit und Ernährung, Produktion und Konsum sowie Wirtschaft und Arbeitswelt.


Zu den digitalen Angeboten gehört beispielsweise eine Zeitreise durch die Geschichte des heutigen Campus Westend – von der Zeit, als hier die IG Farben ihren Hauptsitz hatte, bis zur Nutzung durch die Frankfurter Goethe-Universität. Eine andere virtuelle Reise erkundet die handwerkliche und industrielle Entwicklung im Main-Taunus-Kreis, dessen Industrien wie Lederverarbeitung und Stanniolherstellung aus Mühlenbetrieben unterschiedlichster Art hervorgingen.

Aber auch spannende Führungen bietet das diesjährige Programm zuhauf. Im denkmalgeschützten Jugendstil-Kraftwerk von Bad Nauheim etwa erleben Besucher den Wandel vom Dampfkraftwerk zum modernen Heizkraftwerk mit integriertem Blockheizkraftwerk. Die europaweit einmalige Schiffsmühle Ginsheim vermittelt einen Eindruck von der Arbeit in einer schwimmenden Getreidemühle um 1900. In Bad Nauheim starten nostalgische Museumszugfahrten nach Münzenberg, und Industriekultur kombiniert mit Bewegung versprechen Radtouren zu den Arbeitersiedlungen in Frankfurt oder auf den Spuren der Frühindustrialisierung in Hanau.

Werksführungen – etwa im Aschaffenburger Biomasseheizkraftwerk oder im Wertstoffhof Offenbach – runden das Programm ab. Einen Blick in die Zukunft ermöglicht das Werksmuseum des heutigen Deutschland-Standorts von Rolls-Royce an der Stelle der historischen Motorenfabrik Oberursel. Dort geht es unter anderem um umweltfreundliche Antriebssystemen für die Luftfahrt, mit denen sich Rolls-Royce intensiv befasst. 

18. Tage der Industriekultur Rhein-Main

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