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Zeitschrift 'Industriekultur' 2.20: Vier ERIH-Ankerpunkte im Porträt

Die Suche nach Ursprüngen und Highlights des Maschinenbaus in Deutschland führt die jüngste Ausgabe der Zeitschrift Industriekultur unter anderem nach Chemnitz, Hamburg, Oberhausen und in die Grenzregion um Aachen und Verviers. Wie immer werden auch vier ERIH-Ankerpunkte vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen diesmal Erze, Salz, Keramik und das Meer.

Der Einsatz modernster Fördertechnologien war einer der Erfolgsfaktoren der Bergwerke von Montevecchio auf Sizilien, die zeitweise zu den bedeutendsten Erz- und Zinkminen Europas zählten. Dieser technische Fortschritt, ablesbar etwa an dem 220 PS starken Sullivan-Kompressor anno 1903 in der Schachtanlage Sant’Antonio, steht in spannendem Gegensatz zu der aufwändig inszenierten Außenwirkung der Minenanlagen in Gestalt von neogotischen Fassaden oder einem fürstlich ausgestatteten Empfangsraum.
Bergwerke von Montevecchio. Guspini. Italien

Das gewaltige Salzbergwerk Wieliczka war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nur für Herrscher, Aristokraten, Künstler und Wissenschaftler zugänglich. Heute verzaubert die Welt aus Salz mit ihren unterirdischen Kapellen, Sälen und Seen zwei Millionen Besucher jährlich. Bis 1996 wurde hier gearbeitet. Das Ergebnis der jahrtausendalten Geschichte der örtlichen Salzgewinnung – 245 Stollenkilometer auf neun Ebenen – genießt zu Recht Welterbestatus.

Welterbe Salzbergwerksmuseum Wieliczka. Wieliczka. Polen

Die renommierte Keramikmarke De Sphinx ist der Namengeber des Sphinxquartiers, mit dem Maastricht seine historische Stellung als erste Industriestadt der Niederlande feiert. Entscheidend für deren Entwicklung waren Hafenbecken, Kanäle und später die Eisenbahn. Ein modernes Umnutzungskonzept verwandelt das weitläufige Areal mehr und mehr zu einem kulturellen Hotspot. Eines der Highlights ist die Sphinxpassage, die auf 30.000 beschrifteten und bebilderten Fliesen die Geschichte der rund 200-jährigen Keramikproduktion Maastrichts erzählt.
Sphinxquartier. Maastricht. Niederlande

Fischerei und Meereskunde stehen im Zentrum des Galizischen Meeresmuseums in Vigo. Der Heimathafen der größten Fischereiflotte Spaniens und Sitze der europäischen Fischereiaufsicht steht immer noch ganz im Zeichen der Fischfangindustrie. Gleichzeitig ist es dem Museum wichtig, auch den Lebensraum der Fische zu erforschen, und zwar genau an der Stelle, an der sich das Museum befindet. Ein integrierter, neu gebauter Leuchtturm erlaubt einen weiten Ausblick über das fjordähnlichge Mündungsgebiet der Hafenstadt.
Galizisches Meeresmuseum. Vigo. Spanien

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