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„Investition in die Zukunft“: 90 europäische Institutionen plädieren für mehr Kulturförderung

Ein Vorschlag des Europäischen Parlaments sieht vor, das Budget des Creative-Europe-Programms zur Unterstützung der Kulturbranche und des audiovisuellen Sektors auf 2,8 Milliarden Euro zu erhöhen. In einem offenen Brief greifen 90 europäische Kulturinstitutionen, darunter auch ERIH, diesen Vorschlag auf und unterstreichen die dringende Notwendigkeit einer verstärkten Kulturförderung. Adressaten des Briefes sind Donald Tusk, (Noch-)Präsident des Europäischen Rates, EU-Parlamentarier für Bildung und Kultur sowie die Mitglieder der Haushaltsausschüsse.

Derzeit macht der Creative-Europe-Fonds nur 0,15 Prozent des gesamten EU-Haushalts aus. Dies, so der offene Brief, stehe in keinem Verhältnis zum Beitrag der Kulturbranche zur EU-Wirtschaft. Die habe einen Anteil von 509 Milliarden Euro am EU-Bruttoinlandsprodukt und stelle mit über 12 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen 7,5 Prozent der Erwerbsbevölkerung.

„Unsere Kultur und unsere Begabungen stärken die künstlerische Freiheit und den Medienpluralismus. Beide sind entscheidend für die Aufrechterhaltung offener, integrativer und kreativer Gesellschaften.“ Trotzdem, beklagen die Unterzeichner, stehe die Kultur auf der politischen Agenda der EU weit unten und bleibe strukturell unterfinanziert. Als Beleg wird angeführt, dass allein die Finanzierungslücke für kleine und mittlere Kulturunternehmen zwischen 8 und 13 Mrd. Euro liegt.

Der Brief schließt mit einem deutlichen Appell: "Unsere gemeinschaftlichen Werte und unsere einzigartige kulturelle Vielfalt stehen im Mittelpunkt unseres gemeinsamen europäischen Projekts und sind die besten Botschafter für den globalen Einfluss der EU in der Welt. Investitionen in unsere Kultur sind Investitionen in unsere Zukunft. Lassen Sie uns ein hohes Maß an Entschlossenheit zeigen und eine bessere Zukunft für Europa gestalten."

Offener Brief

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