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Das Berliner Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit ist offiziell ERIH- Ankerpunkt

Mit einem Festakt hat das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin seine Aufnahme in die Europäische Route der Industriekultur gefeiert. Damit bekommt die ERIH-Regionalroute der Industriekultur Berlin neben dem Deutschen Technikmuseum ihren zweiten Ankerpunkt. Zugleich ergänzt der neue Standort mit seiner thematischen Ausrichtung den Begriff der Industriekultur um eine grundlegend neue Perspektive.

Im Beisein von Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert und Gernot Klemm, stellv. Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Soziales und Jugend in Treptow-Köpenick, nahm Dr. Christine Glauning als Leiterin des Dokumentationszentrums das ERIH-Schild, das den Standort offiziell als Ankerpunkt ausweist, aus den Händen von ERIH-Präsident Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig entgegen.

In ihrem Grußwort betonte Christine Glaunig die besondere Verantwortung ihrer Einrichtung im Kontext einer Erinnerungsarbeit, die „Industriekultur“ jenseits faszinierender Baudenkmäler verortet. „Alle deutschen Industriebetriebe haben während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt. Es bleibt eine Aufgabe, sich mit den Schicksalen der Betroffenen, aber auch mit den Handlungsspielräumen der Profiteure zu beschäftigen.“

Allein die Lage des Dokumentationszentrums, das in einem fast vollständig erhaltenen NS-Zwangsarbeiterlager inmitten eines Wohnbezirks untergebracht ist, fordert Besucher auf, sich mit diesem Kapitel deutscher Kriegsverbrechen auseinanderzusetzen. Dazu Meinrad Maria Grewenig: „Die Erinnerung an die Gräueltaten des Nazi-Regimes als eine der dunklen Seiten der Industriekultur wachzuhalten, ist eine wichtige Aufgabe der Gegenwart.“

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. Berlin

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