ERIH Italien: Die Bedeutung von Unternehmensarchiven für den Industrietourismus

Wie können wir die Archive von Industrieunternehmen für die Öffentlichkeit zugänglich machen? Das war das Hauptthema des dritten ERIH-Italien-Treffens im vergangenen Juni in der Fondazione Dalmine bei Bergamo. Dahinter stand die Erkenntnis, dass gerade die Unternehmensarchive an ERIH-Standorten in Italien über einen umfangreichen industriehistorischen Schatz verfügen, dessen touristisches Potenzial bislang kaum ausgeschöpft wird.

In dem vorhandenen Archivmaterial schlummern viele Geschichten. Sie erzählen von bahnbrechenden Innovationen und wissenschaftlichen Erfindungen, von Technologietransfer und Industriespionage, sie beleuchten die Rolle des Kapitals und der Unternehmer, zeichnen die Entwicklung der Arbeitswelt und des Alltags der Arbeitnehmer nach und dokumentieren in diesem Zusammenhang zudem die wechselnden Aufgaben von Männern und Frauen. Das sind Querschnittsthemen, die die Gesellschaft aller europäischen Länder erheblich geprägt haben.

Das ERIH-Italien-Treffen war als zweitägiges Seminar konzipiert und erlaubte einen intensiven Erfahrungsaustausch. Zwei grundlegende Zielsetzungen standen im Mittelpunkt:

  • Wie können Archive dazu beitragen, die Besucherströme zu Industriedenkmälern zu steigern?
  • Welche Möglichkeiten bieten Archive, um bei Besuchern und in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die gesamteuropäische Dimension des industriellen Erbes zu wecken und die Verbindungen zwischen italienischen und anderen europäischen Standorten sichtbar zu machen?

Einen tiefen Einblick in Fragestellungen, Diskussionen und die wichtigsten Ergebnisse des Treffens fasst ein umfangreicher Newsletter zusammen.

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