Ringvorlesung: Industriekultur quo vadis?

Am 13. November startet im Weltkulturerbe Völklinger Hütte eine öffentliche Ringvorlesung. 11 internationale Experten gehen in wöchentlich aufeinander folgenden Vorträgen auf verschiedene Aspekte der Industriekultur ein und entwickeln Perspektiven für die Zukunft. Dabei geht es um Erhaltung, Umnutzung und touristische Inwertsetzung, aber auch um vergangene und bevorstehende Veränderungen der Arbeitswelt und die radikale Umformung der Natur.

Für diese Ringvorlesung ist das Weltkulturerbe Völklinger Hütte der richtige Ort: Am 17. Dezember 1994 nahm die UNESCO das historische Stahlwerk als erstes Industriedenkmal überhaupt in ihre Welterbeliste auf. Seitdem hat sich die Industriekultur zu einer zentralen Kulturplattform des 21. Jahrhunderts entwickelt. Industriedenkmäler sind heute einzigartige Orte für Ausstellungen, Theater und Festivals, die Welterbestätten unter ihnen haben sich als internationale Begegnungsstätten und Besuchermagnete etabliert.

Die Ringvorlesung beleuchtet Beispiele für die geglückte oder missglückte Erhaltung und Umnutzung früherer Industriestandorte, betrachtet das Spannungsverhältnis von Denkmalschutz und Kulturmanagement und zeigt anhand internationaler Beispiele die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten im Umgang mit dem industriellen Erbe auf – von der akribischen Erhaltung bis zur bewussten Zerstörung.

Sieben der elf Dozenten sind unmittelbar mit der Europäischen Route der Industriekultur ERIH verbunden beziehungsweise repräsentieren einen der über 1.750 ERIH-Standorte. Den Anfang macht ERIH-Direktor Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig, der als Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte zugleich Gastgeber der Veranstaltung ist. Die Vorlesungen beginnen jeweils dienstags um 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Wer möchte, kann vor jeder Vorlesung ab 18 Uhr an einer Führung zu wechselnden Themen der Industriekultur teilnehmen.

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