Extraschicht: Das Ruhrgebiet im Ausnahmezustand

Eine Nachtschicht lang, von 18 Uhr am 30. Juni bis zwei Uhr am nächsten Morgen, steht das Ruhrgebiet Kopf. 2.000 Künstler und rund 200.000 Besucher feiern an 50 Spielorten in 22 Städten ein rauschendes Fest der Industriekultur – zum 18. Mal. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Ende des Steinkohlebergbaus in Deutschland.

Zur Eröffnung der Nacht der Industriekultur ziehen rund 2.000 Knappen, Spielmannszüge und Bergmanns-Chöre in einem Sternmarsch zur Zeche Zollverein. Sie feiern dort den 13. Deutschen Bergmannstag und unterhalten das Publikum mit musikalischen Darbietungen und bergmännischen Trachtengruppen. Das LWL-Industriemuseum Zeche Hannover entführt die Zuschauer mit der Revue „Vom Kohlenpott zur Metropole Ruhr“ auf eine musikalische Zeitreise durch die Geschichte von Bergbau und Strukturwandel im Revier. Im Landschaftspark Duisburg-Nord blickt die Installation „Sinfonie für Zyklonauten“ in die Vergangenheit der Arbeitsstätte Kraftzentrale.
Natürlich gibt es auch diesmal Extraführungen von ehemaligen Bergleuten, Kokern und Stahlarbeitern, die ihre Erinnerungen an den Arbeitsalltag in spannenden Geschichten teilen. Daneben bietet die Extraschicht wie immer jede Menge Kreativität, hochkarätige Unterhaltung, vielfältige Mitmach-Aktionen und einen erstklassigen Mix ganz unterschiedlicher Höhepunkte – von Comedy und Kabarett über Live-Acts, Akrobatik und Straßentheater bis hin zu spektakulären Laser-, Feuer- und Pyroshows.
Das komplette Programm gibt es im Netz, gegliedert nach Spielorten und Themen. Der Mobilitätsplan gibt ausführlich Auskunft über Shuttlebusse und Radrouten. Und die wichtigsten Fragen zu dem Mammut-Event – von „Darf ich meinen Hund mitnehmen?“ bis „Was passiert bei schlechtem Wetter“? – werden ebenfalls umfassend beantwortet.

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