ERIH-Deutschland-Treffen 2018: Die Ergebnisse

Der ERIH Ankerpunkt UNESCO Welterbe Fagus-Werk in Alfeld bei Hannover war diese Woche Gastgeber des dritten ERIH-Treffens für den deutschsprachigen Raum. Fagus-Werk Inhaber Ernst Greten begrüßte 35 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet. Diese nutzten die Gelegenheit zur Information, zum Austausch und zur Diskussion über aktuelle ERIH-Projekte.

Dank der fortgesetzten EU-Förderung durch das Programm Creative Europe bis einschließlich 2020 entwickelt sich ERIH dynamisch weiter. Im Vordergrund des ERIH-Treffens stand die Beteiligung des Netzwerkes am Europäischen Kulturerbejahr EYCH 2018, die in dem europaweiten Tanz-Event "WORK it OUT" am 1. Mai ihren Höhepunkt findet. Auch im Fagus-Werk tanzen am 1. Mai über 100 Tänzer. Insgesamt beteiligen sich 33 Standorte in 10 Ländern.

Weitere Themen waren unter anderem Maßnahmen zur stärkeren Vernetzung der einzelnen Standorte und die Weiterentwicklung der ERIH-Website zur Stärkung des Netzwerks.

Großes Interesse herrschte an den Workshops am Nachmittag, bei denen die Teilnehmer diskutieren konnten, wie sich die geplanten Projekte „Europäische Verbindungen“ und „Standort Partnerschaften“ am besten auf die Standorte zuschneiden lassen. Eine Dokumentation der Workshop-Ergebnisse steht in Kürze zur Verfügung.

In der Mittagspause gab es eine Führung durch das Fagus-Werk mit Karl Schünemann, der nach 57jähriger Betriebszughörigkeit ein unglaublich lebendiges und spannendes Bild der Firmengeschichte und der Entwicklung des Standortes zeichnen kann. Die Teilnehmer waren nicht nur von der Architektur des Fagus-Werkes sehr beeindruckt, sondern auch von der Selbstverständlichkeit, mit der die Besucher durch den laufenden Betrieb geführt werden.

Ihren Welterbestatus verdankt die Schuhleistenfabrik in der niedersächsischen Provinz dem Architekten Walter Gropius (1883-1969). Er prägte hier eine Bauweise, die später unter dem Namen Bauhaus weltweit Berühmtheit erlangt. Die größte Überraschung für Besucher: Das Fagus-Werk ist immer noch in Betrieb. Entsprechend geht es nicht nur um Vergangenes, sondern auch um die Entdeckung eines lebenden Denkmals.

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