ERIH-Vorstellung im Europäischen Parlament

European Industrial Heritage Tourism. Best Practices and Future Perspectives

Wie schaffen wir es, die Menschen in Europa nachhaltig für ihr gemeinsames industrielles Erbe zu begeistern? Wie kann die Europäische Union die touristische Inwertsetzung des industriellen Erbes stärker fördern und vernetzen? Und welchen Beitrag kann ERIH zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 leisten? Darum ging es am 28. September in einer dreistündigen Podiumsdiskussion im Europaparlament.

Eingeladen hatten die Europaparlamentarier Prof. Dr. Dietmar Köster und Marek Plura. Die angereisten ERIH-Vertreter nutzten die Gelegenheit, um Praxisbeispiele und Zukunftsperspektiven des Netzwerks vorzustellen.

Nach Vorstellung des ERIH-Netzwerkes und seiner Ziele durch Christiane Baum, ERIH-Geschäftsführerin, erläuterte Prof. Massimo Preite, Vorstandsmitglied von ERIH, die Bedeutung der Industriekultur als Europäisches Erbe.

Dr. Adam Hajduga, ERIH Vorstand und in der schlesischen Woiwodschaft zuständig für die Förderung des Industrieerbes und Koordinator der Schlesischen Route technischer Monumente, stellte das Potential von ERIH vor, Standorte miteinander zu vernetzen. Dass daraus überregional bedeutsame Events erwachsen können, zeigte er anhand des jährlichen Festivals „Industriada", als dessen Vorbild er die „Extraschicht" im Ruhrgebiet nannte und damit die Bedeutung des Erfahrungsaustausches innerhalb von ERIH hervorhob.

Als gelungenes Beispiel für die erfolgreiche Umnutzung einer ehemaligen Industrieanlage zu einem viel besuchten touristischen Ziel diente die Zeche und Kokerei Zollverein in Essen. Jolanta Nölle, Vorstandsmitglied der Stiftung Zollverein, skizzierte die Entwicklung des herausragenden Industriedenkmals und hob besonders die zunehmend wichtige Rolle als Standort für Designgewerbe sowie Forschungsinstitute und Hochschuleinrichtungen hervor.

Die Veranstaltung war gut besucht. Zu den rund 100 Teilnehmern verschiedener Länder und Organisationen zählte u. a. Walter Zampieri, Referatsleiter für Kulturpolitik und Interkulturellen Dialog in der Europäischen Kommission (Head of Unit for culture policy and intercultural dialogue). Mit Blick auf das Europäische Kulturerbejahr 2018 kündigte er an, dass die Europäische Union vor allem Kooperationsprojekte und Netzwerke fördern wird – eine gute Nachricht für ERIH.

Die Präsentationen
Fotos von der Veranstaltung

 

 

 

 

 

 

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