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Regionale Route Metropolregion Hamburg | Deutschland

Die Elbe und die Lage an der Deutschen Bucht prägen die Metropolregion Hamburg. Die Elbe und ihre Zuflüsse sind der traditionelle Standortfaktor für die Wirtschaftskraft der Städte und Gemeinden in der Region. Industriedenkmale und andere historische Relikte mit Strom- und Wasserbezug erinnern an die ... mehr

Route der Industriekultur in der Metropolregion Hamburg

Die Elbe und die Lage an der Deutschen Bucht prägen die Metropolregion Hamburg. Die Elbe und ihre Zuflüsse sind der traditionelle Standortfaktor für die Wirtschaftskraft der Städte und Gemeinden in der Region. Industriedenkmale und andere historische Relikte mit Strom- und Wasserbezug erinnern an die Besonderheit der Entwicklung und der Geschichte dieser Landschaft. Die Region hält eine industriekulturelle „Wasserlandschaft“ vor, die in dieser Form weltweit einzigartig ist.

Die Metropolregion Hamburg mit ihren benachbarten Gebieten ist eine besondere Industrieregion. Ihr Bild wird weder von Schornstein-Landschaften noch von riesigen Rohstofflagern bestimmt. Die mit der Industrialisierung verbundene Technik ist oft Teil der Landschaft geworden, verschwindet in der Weite des Kulturraumes, macht aber auch den Reiz aus. Der entscheidende Standortfaktor ist die Lage am Wasser: an der Elbe mit ihren Nebenflüssen und Kanälen sowie der Nord- und der Ostsee. Preiswerte Schiffstransporte haben hier die Industrialisierung ermöglicht. Viele Rohstoffe wurden über die Weltmeere in die Region geholt, traditionell vor allem Steinkohle, Erdöl, Kautschuk und Ölsaaten.

Die Wasserläufe haben für die Bewohner der Metropolregion schon vor Jahrhunderten eine wichtige Rolle gespielt – nicht nur für die Entwicklung der Hanse. Die Flüsse und Wasserwege bildeten in späterer Zeit auch die Grundlage für die Industrialisierung der Region. Wasser steht als Kraftquelle - Wassermühlen gibt es seit etwa 1000 Jahren - und als Transportweg am Beginn der Industrialisierung.

Zur Stadt Hamburg gehört traditionell einer der größten Seehäfen der Welt. Mit der Geschichte des Hafens eng verknüpft ist die in der Stadt und in der Region ansässige Industrie. Viele Maschinenfabriken und Schiffswerften, Fischverarbeiter und Ölmühlen, Gummi und Kupfer produzierende Betriebe und neuerdings die Flugzeugindustrie hatten oder haben Weltrang. Die große Industrie war und ist in Hamburg angesiedelt – die Freie und Hansestadt ist einer der größten Industriestandorte Deutschlands. Bestimmte Branchen prägten das Gesicht der Region: Cuxhaven steht  für Fisch, Itzehoe, Hemmoor, und auch Buxtehude für Zement, Gnarrenburg für Torf und Glas, die Region um Bremervörde und Stade für Ziegel und Lüneburg für Salz. Überall in der Metropolregion sind typische Hafenanlagen, Leuchttürme, Brücken und Schiffe als Denkmale der Industriekultur zu finden.

Mit zahlreichen Trink- und Abwassersystemen sowie Bewässerungsanlagen entlang der Flüsse wurden die Lebensgrundlagen für Millionen von Menschen geschaffen. In der gesamten Region sind Wassertürme, in Hamburg auch große Trink- und Abwasseranlagen, erhalten geblieben. Deiche mit einer Länge von Hunderten von Kilometern sowie mehrere Dutzend Schöpfwerke und Siele erinnern daran, dass sich die Bewohner stets vor Hochwasser schützen mussten.

In der Metropolregion Hamburg sind die Industriedenkmale vielfach landschaftsprägend. Und es gibt besonders wertvolle und attraktive Denkmale, wie z.B. den ältesten deutschen Leuchtturm in Travemünde und die letzten original erhaltenen Auswandererhallen in Cuxhaven. In Hamburg sind großartige Hafenanlagen und Schiffe und entlang der Ilmenau in Lüneburg eine Vielzahl von Denkmalen erhalten, die auf den Betrieb der Saline zurückgehen. Künstliche Wasserwege wie der Elbe-Lübeck-Kanal oder die Elde-Müritz-Wasserstraße sind Zeugnisse des regen Güterverkehrs in der Region. Heute ziehen sie häufig Freizeitkapitäne und andere Erholungssuchende an, die hier in die Natur eingebettete Zeugnisse der Industriekultur erleben können. Und sogar Bergbau gab es in dieser Region: im mecklenburgischen Malliß oder entlang der Aller lassen sich noch Spuren dieser Zeit finden.

Einige Industriedenkmale sind überregional bedeutend wie das Wasserkraftwerk in Farchau bei Ratzeburg mit dem Schaalsee-Kanal, die älteste Dynamitfabrik der Welt in Geesthacht, der Alte Elbtunnel in Hamburg oder die Ziegelei Rusch in Drochtersen bei Stade. Weltweit werden nirgendwo sonst so viele historische motorbetriebene Frachtschiffe vorgehalten wie in der Metropolregion Hamburg. Dazu gehören die „Cap San Diego“ und die „MS Bleichen“ in Hamburg, die „Greundiek“ in Stade und die „Iris Jörg“ in Wischhafen. Noch heute beherbergt die Region eine der meistbefahrenen künstliche Wasserstraße für Seeschiffe weltweit: den Nord-Ostsee-Kanal, der die Elbmündung mit Kiel und damit der Ostsee verbindet.

Tage der Industriekultur am Wasser


Alle zwei Jahre machen seit 2011 die „Tage der Industriekultur am Wasser“ die technischen Denkmale in der Metropolregion Hamburg bekannt und zugänglich. An zwei Tagen wird dem Publikum ein Programm geboten, das diese Anlagen öffnet, erläutert und bespielt.  Informations-  und Unterhaltungsangebote führen Besucher zu den Objekten und vermitteln deren Geschichte und frühere Funktion.

 

 

Hamburg | Deutschland
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Hamburg | Deutschland
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Speicherstadt | Speicherstadtmuseum
Am Sandtorkai 36
20457 Hamburg, Deutschland

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Sülfmeisterstrasse 1
21335 Lüneburg, Deutschland

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Draught horse transportation museum
Museum für die Arbeit mit Zugpferden
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21483 Lütau, Deutschland

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29633 Munster, Deutschland

Osten | Deutschland
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Schwebefähre Osten-Hemmoor
Schwebefähre Osten-Hemmoor
Fährstrasse
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Schiffshebewerk
Ausstellungshalle
Am Unteren Vorhafen
21379 Scharnebeck, Deutschland